Corona-Pandemie: Jedes dritte Startup bekommt Soforthilfe

Eine Umfrage des Digitalbverbands Bitkom unter 201 Tech-Startups in Deutschland hat ergeben, dass während der Corona-Pandemie rund jedes dritte Startup (38 Prozent) finanzielle Unterstützung beim Staat beantragt und erhalten hat.

Weitere vier Prozent der Befragte haben Hilfen beantragt, warten aber noch auf Geld, und bei ebenfalls vier Prozent seien Zahlungen abgelehnt worden, teilte der Verband mit. 30 Prozent der Startups hätten keine Hilfen beantragt, weil sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen konnten, heißt es weiter. Und 22 Prozent hätten keine Hilfe benötigt.

Nur fünf Prozent aller Startups seien mit den staatlichen Hilfsangeboten zufrieden, 26 Prozent eher zufrieden, 31 Prozent eher unzufrieden und 21 Prozent völlig unzufrieden, hat die Umfrage ergeben.

9 von 10 Gründerinnen und Gründern (87 Prozent) kritisieren, dass sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen zu stark an den Bedürfnissen von Konzernen und Mittelständlern orientiert hätten und zu wenig an jenen von Startups, hat die Befragung ergeben. Die Hälfte (54 Prozent) fühle sich von der Politik im Stich gelassen. Rund zwei Drittel (62 Prozent) erwarteten in Folge der Pandemie eine Pleitewelle unter Startups in Deutschland, 16 Prozent glaubten, dass aus diesem Grund dem eigenen Startup eine Insolvenz drohe. Auf der anderen Seite sagen aber 40 Prozent, dass ihr Startup von der Krise profitiert habe, so der Bitkom.

Die zu Beginn der Pandemie befürchtete Pleitewelle bei Startups sei bislang ausgeblieben, stellte Bitkom-Präsident Achim Bergfest. Das spreche für den Reifegrad, den das Startup-Ökosystem inzwischen erreicht habe.

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