Richard Stallman zurück im Vorstand der FSF

Der im Jahr 2019 wegen zweifelhafter Äußerungen in einem Fall sexuellen Missbrauchs als Präsident der Free Software Foundation (FSF)zurückgetretene Richard M. Stalman ist zurück im Vorstand der Stiftung

Der im Jahr 2019 wegen zweifelhafter Äußerungen in einem Fall sexuellen Missbrauchs als Präsident der Free Software Foundation (FSF)zurückgetretene Richard M. Stallman ist zurück im Vorstand der Stiftung, die er im Jahr 1985 selbst gegründet hat.

Stallman verkündete den überraschenden Schritt zurück in die Führungsebene der FSF in einer Videobotschaft zur LibrePlanet-Konferenz. IT’s FOSS News hat das zugehörige Video auf seiner Webseite. Richard M. Stallman ist sich der polarisierenden Wirkung seines Vorstandspostens bewusst und sagt im Video, dass sich einige freuen und andere enttäuscht sein werden, aber es sei nun, wie es sei, und er habe nicht vor, ein zweites Mal zurückzutreten.

Von der FSF selbst gibt es keine Stellungnahme oder Mitteilung zu Stallmans Rückkehr. Stallman selbst sagte, man habe ein Video vorbereiten wollen, um den Schritt zu verkünden, was aber nicht geklappt habe. Möglicherweise ist Stallman dann im Alleingang vorgeprescht. Die FSF führt ihn jedenfalls als Mitglied des Borad of Directors.

Stallman war im Jahr 2019 als Präsident der FSF zurückgetreten, weil er auf einer internen MIT-Mailingliste den 2016 verstorbenen Professor Marvin Minsky verteidigte. Dem wird im Zuge der Epstein-Affäre vorgeworfen, auf Epsteins Insel gegen ihren Willen mit einer der eingeflogenen Minderjährigen geschlafen zu haben. Nach seinem Rücktritt bei der FSF haben auch die GNU-Maintainer seinen Rückzug gefordert, was Stallman nicht akzeptierte. Stallman war damals aber aus dem MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) ausgeschieden.

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