Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, wird seit Januar 2021 ein „Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public Health-Forschung (ZKI-PH)” am Robert Koch-Institut aufgebaut.
Das Zentrum soll dazu beitragen, die am RKI verankerten Expertisen in der Erforschung von Infektionskrankheiten und nicht-übertragbaren Erkrankungen mit Methoden der künstlichen Intelligenz zu verbinden. Damit will man der digitalen Epidemiologie den Weg bereiten und Epidemien effektiver begegnen können.
Das ZKI-PH will dabei die Gebiete Bioinformatik, Computational Epidemiology, moderne Datenvisualisierung sowie Big-Data- und Systemanalyse mit den methodischen Bausteinen des maschinellen Lernens, der künstlichen Intelligenz, der Entscheidungsforschung sowie der Entwicklung realistischer Computersimulationen im Bereich Public Health Forschung verbinden. Das ZKI-PH will zudem neue Datenquellen für die Forschung an der öffentlichen Gesundheit erschließen und Angebote für Wissens- und Erfahrungsaustausch mit internen, nationalen und internationalen Partnern schaffen. Auch die verbesserte Berechnung von Krankheitslasten oder die Visualisierung komplexer Zusammenhänge seien Ziele des ZKI-PH, heißt es in der Mitteilung.
Das ZKI-PH wird in Brandenburg in Wildau aufgebaut. Der Aufbau werde mit Fördergeldern aus dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregion finanziert, teilt das RKI mit. Es solll zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Transformation der Region beitragen, so das RKI. Haushaltsmittel für den Aufbau der Liegenschaft sowie für die Besetzung von 101 Stellen würden zur Verfügung stehen, so das Institut.



