Oracle: Neuer Code zur Datenintegration im Linux-Kernel

Neu im Linux Kernel aufgenommen ist Code zum Schutz von Datenintegrität, entwickelt vom Datenbankunternehmen Oracle im Team mit dem Hardware-Hersteller Emulex.

Insbesondere zwei Wege beim Informationstransfer nennt Oracle als Ziel für erhöhten Schutz der Datenintegrität: Zum einen, wenn Informationen von der Applikation zur Datenbank übertragen werden, zum zweiten wenn die Daten vom Linux-Betriebssystem an den Speicher geschickt werden. Laut den Entwicklern soll der Code gleichzeitig das Risiko mindern, dass fehlerhafte Daten auf die Platte geschrieben werden, was wiederum zu weniger Fehlermeldungen und System-Downtime führen soll. Der Code ist als Bestandteil in den Linux Kernel 2.6.27 aufgenommen worden.

Scott McIntyre, Vizepräsident für Produktmarketing bei Emulex, erklärt den Nutzen: „Mit unserer Arbeit mit Oracle wollen wir Administratoren von Datencentern dabei unterstützen, korrupte Daten schnell zu finden und anzusprechen.“ Laut McIntyre sind die erwünschten Konsequenzen weniger Server-Ausfallzeiten und niedrigere Kosten. Kernel-Maintainer Andrew Morton stellt fest, dass Oracle bereits seit mehr als zehn Jahren zur Linux-Entwicklung beiträgt und lobt: “Die Funktionalitäten zu Datenintegrität auf Unternehmens-Niveau in den Kernel zu bringen, ist ein weiteres Beispiel für Oracles Beitrag zu einem besseren Linux für alle Anwender.”

Die Erweiterungen zur Datenintegrität unterstützen den Sicherheitsstandard T10 und erweitern diesen um die Funktionalität, dass geschützte Informationen aus dem Host-Speicher übertragen werden können. Laut Oracle handelt es sich hierbei um die erste Implementierung des Standards T10 Protection Model in ein Betriebssystem. Diese Sicherheitsrichtlinie, früher bekannt unter dem Namen DIF, wird von einem internationalen Komitee erarbeitet und zielt vor allem auf SCSI-Speicher.

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