Datenschutz: Mozillas Shopping-Leitfaden für smarte Produkte

Unter dem Motto “Datenschutz nicht inbegriffen” hat Mozilla seinen Shopping-Leitfaden für smarte Produkte veröffentlicht. Auch die vierte und bislang umfangreichste Ausgabe des Leitfadens befasst sich mit der Vertrauenswürdigkeit von Wearables, intelligenten Lautsprechern, smartem Spielzeuge, Spielkonsolen und andere Produkten.

Das Mozilla-Team habe mit 136 Produkten fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr analysiert, teilt Mozilla mit. Die geprüften Produkte stammen aus den sieben Kategorien: Spielzeug und Spiele; Smart Home; Unterhaltung; Wearables; Gesundheit und Bewegung; Haustiere; und Home Office. Mozilla habe unter anderem Datenschutzrichtlinien durchkämmt, Produkt- und Anwendungsfunktionen analysiert und Unternehmen zu ihrer Verwendung von KI und Verschlüsselungstechniken befragt.

Warnung bei Privacy-Problemen im Mozillas Einkaufsführer. Quelle: Mozilla

Neu sind einige Funktionen wie die Warnung ,wenn ein Produkt besonders mangelhafte Datenschutzpraktiken aufweist. Dagegen mache die Best Of-Kategorie auf Produkte aufmerksam, bei denen der Datenschutz besonders gut sei, so Mozilla. Hinzugekommen seien außerdem Kriterien zu künstlicher Intelligenz, die Nutzer warnen, wenn ein Produkt KI benutzt, um Entscheidungen über sie zu treffen. Neu sei auch die Kategorie “Home Office”.

Etwa 40 Produkte seien mit der Warnung Datenschutz nicht inbegriffen versehen worden, teilt Mozilla mit, darunter das Facebook Portal und die Smart-Uhr Fossil Gen 5.

Etwa 20 Produkte erfüllten laut Mozilla die Mindestsicherheitsstandards nicht, darunter die intelligente Kaffeemaschine Hamilton Beach Smart Coffee Maker und der intelligente Türriegel Schlage Sense Smart Deadbolt. Den Halo Fitness Tracker von Amazon bezeichnet Mozilla als besonders problematisch. Er steckt laut Mozillas Mitteilung voller Sensoren und Mikrofone und verwende maschinelles Lernen, um den Ton, die Energie und die Stimmung der Stimme zu messen und fordere Nutzer auf, Fotos von sich in Unterwäsche zu machen, um Ihr Körperfett zu messen.

Ashley Boyd, Vice President of Advocacy bei Mozilla, sagt zum Report: “Weihnachtsgeschenke werden von Jahr zu Jahr ’smarter‘: von Uhren, die immer mehr Gesundheitsdaten sammeln, über Drohnen mit GPS bis hin zu Sicherheitskameras für zu Hause, die mit der Cloud verbunden sind. Leider werden diese Geschenke auch oft immer gruseliger. Mangelhafte Sicherheitsstandards und Datenschutzpraktiken können bedeuten, dass Ihr smartes Geschenk nicht Spaß, sondern neugierige Augen und Sicherheitslücken mit sich bringt.”

Der Einkaufsführer Datenschutz nicht inbegriffen findet sich bei Mozilla.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben