Bugzilla 3.2 bietet Oracle-Anbindung und bessere Bedienung

Das Bugzilla-Projekt hat Version 3.2 seines webbasierten Bugtrackers veröffentlicht. Neu sind neben Oracle-Unterstützung zahlreiche Verbesserungen der Bedienbarkeit.

Die aktuelle Release ist die erste, die eine Oracle-Datenbank verwenden kann. Diese Feature befindet sich laut Statusbericht der Entwickler derzeit allerdings noch im experimentellen Stadium. Man rate zwar weiterhin zu den Open-Source-Datenbanken MySQL und PostgreSQL, nun können gewohnheitsmäßige Oracle-Anwender aber auch ihr favorisiertes DBMS einsetzen. Für die Integration seiner Datenbank hat der Hersteller Oracle Entwicklerstunden spendiert. Die Oracle-Anbindung läuft noch nicht vollständig fehlerfrei, lässt das Bugzilla-Projekt vorsichtshalber wissen.

Um die Verbesserung der Benutzeroberfläche hat sich das neu gegründete Bugzilla User Interface Team gekümmert, das zusätzlich Unterstützung von der Abteilung Human-Computer Integration der Raumfahrtbehörde NASA erhielt – die NASA gehört zu Bugzillas Vorzeige-Anwendern, neben Red Hat und Facebook.

Auf der Seite “show_bug.cgi” können Anwender nun in einem Arbeitsschritt den Staus eines Fehlers ändern und dessen Zuweisung ändern. Daneben gibt es Felder für Freitext, Mehrfachauswahl und Datum/Zeit, die sich nach Wunsch zusätzlich in die Maske aufnehmen lassen. Der Workflow lässt sich anpassen, je nach Vorgabe ist bei bestimmten Statuswechseln ein Eintrag im Kommentarfeld Pflicht.

Bugzilla 3.2 bietet zudem bessere Unterstützung für den Zeichensatz UTF-8 und Multi-Byte-Zeichen. Außerdem ist die Webanwendung leichter per Skin mit einem neuen Aussehen auszustatten. Die neue Standard-Skin “Dusk” bringt von Haus aus mehr Farbe ins Spiel. Daneben soll die Installation einfacher von der Hand gehen: Das Perlskript “install-module.pl” lädt die benötigten Perl-Module aus dem Internet nach und installiert sie ein einem Verzeichnis der Anwendung, also außerhalb der Per-Standardinstallation des Rechners. Mit der neuen Release setzt Bugzilla nun Perl in der Version 5.8.1 voraus, auch einige Perl-Module wurden aktualisiert. Details dazu nennen die Release-Notes.

Die Bugzilla-Entwickler sehen die nun veröffentlichte Version 3.2 als einen ersten Schritt in Richtung Bugzilla 4.0. Eine Roadmap beschreibt die Anforderungen an diese nächste runde Version, darunter etwa die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Bugzilla-Instanzen und die Einbindung von OpenID.

Mit Veröffentlichung von Version 3.2 endet die Unterstützung des Bugzilla-Zweigs 2.20. Hierfür wird es in Zukunft weder Bugfixes noch Security-Updates geben. Bugzilla-Admins sind zu einem Update auf 3.2 angehaltenaufgefordert. Bugzilla, ein Projekt der Mozilla Foundation, steht unter der Mozilla Public License (MPL) zum Download bereit. Zur Auswahl steht der Code als Tarball und ein CVS-Checkout. Daneben gibt es Lokalisierungsdateien für Deutsch, Französisch, Japanisch und weitere Sprachen. Das Bugzilla-Team betreibt eine aktuelle Demo-Installation zum Ausprobieren.

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