Einer gemeinsamen Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zufolge testet die Schufa derzeit in Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter O2/Telefonica die Auswertung von Kontoauszügen.
Der Einblick in die Kontodaten muss zwar von den Betroffenen freiwillig gewährt werden, indem sie auf einem O2-Formular ein Kästchen ankreuzen. Datenschützer meinen aber, dass die O2-Kunden die Konsequenzen einer solchen Zustimmung nicht übersehen können. Eine Auswertung erbringt nicht nur Angaben zu Gehalt, Wohnausgaben, Unterhaltszahlungen oder staatlichen Leistungen, sondern ermöglicht auch die Identifikation von Risikofaktoren wie Zahlungen an Glücksspielanbieter oder Inkassoinstitute. Peter Schaar, von 2003 bis 2013 Bundesdatenschutzbeauftragter, fürchtet, dass so umfassende Persönlichkeitsprofile entstehen.
Angeblich soll momentan nur die Akzeptanz einer solchen Lösung getestet werden. Es wird auch auf die Speicherung der Daten verzichtet. Allerdings wäre die dauerhafte Beobachtung der Kontobewegungen ein großer Schritt hin zum gläsernen Bürger. Und die Freiwilligkeit ist auch relativ: Bereits jetzt wird die Kontoeinsicht als Verfahren angepriesen, eine bessere Schufa-Bewertung zu bekommen.




Und das machen sie mit Linux oder warum ist das für das Linux Magazin relevant? ;-) Davon abgesehen, dass Zeit Online nahezu die gleiche Meldung rausgebracht hat.
1.) Ich glaube, das ist für so gut wie jeden interessant, weil theoretisch jeder in den Fokus einer solchen Überwachung geraten könnte. Was für jeden interessant ist, ist auch für Linux-Magazin-Leser interessant.
2.) Sollten wir schauen, ob irgendjemand anders dasselbe Ereignis auch meldet, über das wir berichten wollen, und falls ja, die Finger davon lassen? Warum? Das wäre bei allem Respekt einigermaßen dämlich. Neben der Zeit hatte das natürlich auch die Süddeutsche, die das ja ursprünglich mit recherchiert hatte, und garantiert auch NDR und WDR und andere. Na und?