Telesculptor 1.1 verwandelt Luftbilder in 3D-Szenen

Telesculptor ist ein quelloffenes und plattformübergreifendes Interface für Fotogrammetrie-Algorithmen und nun in Version 1.1 erschienen. Die Software bietet Anwendern eine Schnittstelle, um Luftaufnahmen in 3D-Landschaften zu verwandeln.

Wer wissen möchte, was Telesculptor kann, wirft am besten einen Blick auf ein Video, das die Fähigkeiten der Software demonstriert. Telesculptor verwandelt die Luftbilder einer Gegend in 3D-Landschaften. Das kann zum Beispiel Wissenschaftlern beim Kartografieren einer Landschaft helfen, aber auch bei Überwachungsaufgaben.

Telesculptor liefert dabei eine passende Benutzerschnittstelle, um Luftaufnahmen in 3D-Szenen umzuwandeln. Dafür arbeitet Telesculptor im Hintergrund mit anderen Komponenten zusammen. Die Algorithmen stecken im so genannten Kwiver Toolkit, das Entwicklern einfacheren Zugriff erlaubt und Open-Source-Bibliotheken von Drittanbietern verwendet. Ebenfalls dazu gehört Fletch, das eine Cmake-basierte Infrastruktur mitbringt, um die Softwarepakete für verschiedene Plattformen zu bauen. Telesculptor 1.1 lässt sich mit Kwiver 1.5 und Fletch 1.4 bauen.

Version 1.0 von Telesculptor ist 2019 erschienen, nun schicken die Entwickler von Kitware, einem Unternehmen, das sich auf Computer Vision spezialisiert, Version 1.1 ins Rennen. Die überarbeitete Anwendung erkennt und bearbeitet bewegte Strukturen besser, verwendet Kontrollpunkte am Boden, um eine Struktur geografisch einzuordnen. Ein Log-Bereich zeigt zudem Rückmeldungen der verwendeten Algorithmen an. Nach Konfigurationsdateien sucht Telesculptor nun sowohl im eigenen Konfigurationsverzeichnis als auch in dem von Kwiver. Auch das Feature-Tracking in Videoframes haben die Entwickler optimiert. Eine ausführliche Übersicht der Neuerungen wartet auf Github.

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