Erste Prototypen für Librem-13-Laptops haben die Linux-Hardware-Spezialisten von Purism bereits vor mehr als vier Jahren verteilt. Die Laptop-Serie bekommt nach vier Generationen mit dem nun angekündigten Librem 14 erstmals eine größere Überarbeitung des Herstellers. Die bietet vor allem Hardware-Upgrades.
Die wohl größte Neuerung, die sich auch im gewählten Namen widerspiegelt, ist das 14-Zoll-Display, das das bisher genutzte 13,3-Zoll-Panel ersetzt. Die Laptops selbst werden jedoch nicht größer, sondern sogar minimal kleiner. Purism folgt damit dem Hardware-Trend großer Hersteller, die Einfassungen um die Displays zu verkleinern.
Technische Grundlage bildet Intels Core i7-10710U CPU aus der Comet-Lake-Generation mit sechs Kernen und 12 Threads. Bisher gab es maximal vier Kerne in den verbauten Intel-CPUs. Dem Prozessor zur Seite stehen bis zu 32 GByte, so dass sich der Laptop auch gut für rechenintensive Arbeiten eignen sollte. Für Festspeicher stehen zwei M.2-Slots für Sata- oder NVMe-SSDs bereit.
Wegen vielfach geäußerter Wünsche bleibt die RJ45-Buchse für Gigabit-Ethernet erhalten. Die Hardwaretasten zum Abschalten von Kamera, Mikrofon, WLAN und Bluetooth befinden sich nun nicht mehr an der Seite, sondern über der Tastatur. Das Gerät lässt sich zusätzlich zum Hohlstecker per USB-C Power-Delivery laden. Über USB-C ist eine Displayausgabe für 4K bei 60 Hz möglich, ebenso wie über den vorhandenen HDMI-Anschluss.
Wie gehabt setzen auch die Librem-14-Laptops auf eine eigene Coreboot-Software mit einer neutralisierten Intel ME. Mit Pureboot und dem Librem Key sollen sich außerdem Veränderungen an der Firmware feststellen lassen. Das Gerät ist derzeit mit einem Rabatt für rund 1200 US-Dollar erhältlich und soll später ab 1500 US-Dollar kosten. Purism will die Laptops ab dem vierten Quartal 2020 verteilen.




