Thunderbird wechselt zur MZLA Technologies Corporation

Die Entwicklung des freien E-Mail-Programms Thunderbird wird künftig nicht mehr direkt bei der Mozilla Foundation stattfinden. Wie die Stiftung mitteilt, geht Thunderbird ab sofort an die MZLA Technologies Corporation, einer Tochtergesellschaft der Stiftung.

Mozilla hatte schon vor längerer Zeit versucht, die Thunderbird-Entwicklung abzugeben. Der Browser Firefox genieße Priorität, hieß es damals von Mitchell Baker, der Vorsitzenden der Mozilla Stiftung, Thunderbird binde nur Entwickler-Ressourcen.

Im Jahr 2017 hatte dann ein eigens gegründetes Council beschlossen, den Mailclient vorab weiterhin unter dem Dach der Stiftung zu entwickeln. Allerdings so der damalige Beschluss, solle Thunderbird aus der Infrastruktur der Mozilla Corporation ausgegliedert werden. Das aus Vertretern von Mozilla und Tunderbird Projekt bestückte Council mehrere Möglichkeiten diskutiert, darunter die Verlagerung von Thunderbird an die Document Foundation oder dem Software Freedom Conservancy.

Mit der nun vollzogenen Auslagerung an die Tochter MZLA Technologies bleibe der Fokus der Entwicklung gleich und Thunderbird auch weiterhin Open Source, so Philipp Kewisch, Vorsitzender des Thunderbird Councils und Produktmanager für Add-ons bei Thunderbird in einem Beitrag. Auch das Entwicklerteam und die Release-Zyklen würden sich nicht ändern, so Kewisch. Es sei durch die Übergabe an die Corporation aber möglich, neue Spendenquellen aufzutun, Services anzubieten und Umsätze über Partnerschaften zu generieren, die unter dem Dach der gemeinnützigen Foundation nicht möglich gewesen seien.

Das Council bleibe als Leitung bestehen und auch das Entwicklerteam bleibe gleich, schreibt Kewisch.

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