Sicherheitsexperten sehen Mitarbeiter als Security-Risiko

Für seinen Command Control Cybersecurity-Index 2020 hat die Messe München 300 deutsche Sicherheitsentscheider befragen lassen.

Für seinen Command Control Cybersecurity-Index 2020 hat die Messe München 300 deutsche Sicherheitsentscheider befragen lassen. Fast zwei Drittel davon sehen die eigenen Mitarbeiter als Schwachpunkt ihrer Sicherheitsstrategie.

Die Entscheider sind dabei durchaus selbstkritisch: So hält laut der Umfrage ein Drittel der Befragten die Belegschaft nicht ausreichend über aktuelle Cyberrisiken auf dem Laufenden. 42 Prozent verzichten darauf, ihre Belegschaft für digitale Gefahren auf Geschäftsreisen zu sensibilisieren. 31 Prozent geben zu, dass die Mitarbeiter bisher überhaupt keine Rolle in der Sicherheitsstrategie ihres Unternehmens spielen.

Dass 76 Prozent der Sicherheitsentscheider in Spionage und Datenverlust durch Trojaner eine große Gefahr sehen, steht im Widerspruch zu diesen Versäumnissen: Gefälschter E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten gelten als Einfallstor für Schadsoftware, so Command Control. „Die Angreifer setzen bei Attacken mit Verschlüsselungstrojanern verstärkt auf soziale Interaktion – also das Mitwirken von Mitarbeitern in den Unternehmen“, kommentiert Katharina Keupp, Projektleiterin der Command Control bei der Messe München.

In vielen Unternehmen erschweren veraltete Strukturen die bessere Einbindung der Mitarbeiter: 59 Prozent der Entscheider sagen, dass die siloartige Struktur ihres Unternehmens mit wenig koordinierter und teilweise sogar kaum vorhandene Zusammenarbeit der Abteilungen die Cybersicherheit behindert.

Der Command Control European Cybersecurity Summit findet am 3. und 4. März 2020 in München statt.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben