Seit Linus Tovalds ein Blog betreibt, erfahren die interessierten Leser auch, was der Kernel-Entwickler so denkt, wenn er nicht gerade Treiber-Code begutachtet. In einem aktuellen Blogeintrag spricht er sich für Obama als nächsten US-Präsidenten aus. Und er erteilt zugleich den Hoffnungen einiger Anhänger auf eine eigene Kandidatur eine Absage.
Linus lebt in den USA, darf dort aber nicht wählen. Für Obama spreche, dass er die USA auch aus einer anderen Perspektive kenne, schreibt er in seinem Blog und verweist auf ein altes Video von 2006 mit einer Rede Obamas. Torvalds nennt nun aber nicht McCain als Gegenbeispiel, sondern die FSF (Free Software Foundation). Sie sähe die Dinge schwarz-weiß und habe nur ein einziges Anliegen. Sie definiere sich aus negativen Beweggründen, über die Ablehnung von proprietärer Software. “Ich mag keine einseitigen Menschen” schreibt er, denn die Dinge hätten immer mehrere Facetten.
Allerdings, so gibt er am Ende seines Beitrags zu, sei auch er selbst häufig wütend und negativ und hätte durchaus Probleme damit, einige der Verrücktheiten zu akzeptieren, die er “dort draußen” sähe. Obama stehe den Dingen hingegen positiv gegenüber und könne verstehen und akzeptieren, dass andere Menschen andere Beweggründe haben, auch wenn er diese nicht teile. Darum schlage er auch ihn und nicht sich selbst für die Präsidentschaft vor, schließt er seinen Blog-Eintrag.



