Stallman kündigt minimale Änderungen beim GNU-Projekt an

Der wegen Äußerungen zu sexuellen Übergriffen in die Kritik geratene Richard Stallman schreibt in einer Mail an das GNU-Projekt, dass er nicht plane, radikale Änderungen in den Zielen, den Policies und der Prinzipien des Projekts vorzunehmen.

Zuvor hatten einige GNU-Maintainer Stallman in einem offenen Schreiben aufgefordert, seinen Posten als GNU-Leiter (Chief GNUisant) aufzugeben. Stallmans Verhalten schade dem Projekt, schrieben die Maintainer. Wie berichtet hatte Stallman mit Äußerungen zu sexuellem Missbrauch in der Affäre rund um Jeffrey Epstein und dem MIT-Professor Marvin Minsky Stellung bezogen. Dem inzwischen verstorbenen Minsky war eine sexuelle Beziehung zu einer 17jährigen vorgeworfen worden. Epstein habe das Mädchen dazu auf seine Insel einfliegen lassen. Stallman verteidigte Minsky auf einer internen MIT-Mailingliste und bezeichnete die junge Frau als willig.

Richard Stallman geht darauf nicht ein, in seiner Mail lässt er wissen, dass es einige Anpassungen geben werde, wie Entscheidungen getroffen werden. Konkret wird Stallman dazu aber nicht. Er wolle damit für den Fall vorsorgen, dass er das GNU Projekt nicht mehr leiten könne, schreibt Stallman. Er scheint dabei aber eher an einen irgendwann anstehenden Rücktritt aus Altersgründen zu denken. Für diesen Fall wolle er vorbauen, so Stallman, und andere in die Lage versetzen, Entscheidungen zu treffen, sollte er das nicht mehr können.

Stallman hatte zuvor wie berichtet sein Amt bei der Free Software Foundation wegen der Vorwürfe aufgegeben.

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