Firefox 69.0 stärkt die Privatsphäre

Mozillas Browser Firefox 67 dreht weiter an der Geschwindigkeitsschraube, blockt auf Wunsch Cryptominer, verbessert die Tastatursteuerung.

Die neue Version 69.0 des Webbrowsers Firefox schaltet automatisch die Enhanced Tracking Protection (ETP) ein, blockt das automatische Abspielen von Videos und Flash-Inhalten und verbessert den Support für Web-RTC-basierte Videokonferenzen.

Die Release Notes für Firefox 69.0 verraten mehr zu den einzelnen Punkten. So blockiert ETP nicht nur Cookies, die Dritte den Besuchern von Webseiten aus Tracking-Erwägungen unterjubeln. Dabei folgt Firefox den Empfehlungen von Disconnect.me, die wiederum nicht sämtliche Tracker auf die schwarze Liste setzen. Ohne Wissen und Konsenz der Firefox-Nutzer soll Tracking damit zukünftig nicht mehr möglich sein. Welche Cookies und Tracker Firefox beim Besuch einer Seite jeweils blockiert, verrät ein Klick auf das Schild-Icon in der URL-Leiste.

Auch Cryptominer haben es bei Firefox-Nutzern künftig schwerer, im Hintergrund nach Monero oder anderen Kryptowährungen zu schürfen. Sie blockiert Firefox 69 standardmäßig. Setzt der Anwender die Einstellungen auf “Strikt”, versucht Firefox zudem, Fingerprinting zu entdecken und zu verhindern.

Videos einfrieren

Auch nervige Videos blockiert Firefox nun, wenn der Nutzer dies in den Einstellungen auswählt. Das betrifft nicht nur Videos, die beim Aufruf einer Webseite gleich Sounds abspielen, sondern auch stumm abgespielte Videos. Das verringert die Systemlast beim Öffnen solcher Seiten. Auch die berüchtigten Flash-Inhalte drängt der Browser weiter zurück. In den Optionen fehlt nun die “Always Activate”-Möglichkeit. Das bedeutet, Nutzer müssen das Abspielen von Flash-Inhalten jedes Mal absegnen.

Daneben haben die Entwickler diverse Sicherheitslücken gestopft. Für Web-RTC-Konferenzen macht Firefox 69.0 es einfacher, verschiedene Codecs von unterschiedlichen Clients zu empfangen. Auf Geräten mit ARM64-Architektur unterstützt Firefox nun JIT-Kompilierung. Wer den Brwoser unter Linux vorab ausprobieren möchte, findet ihn hier zum Download. Ansonsten liefern auch die Distributionen die neue Version automatisch aus.

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