Update für Kali Linux: Version 2019.3 bringt nicht nur einen aktuelleren Kernel mit, sondern erweitert auch den Gerätepark für Nethunter Images.
Unter der Haube der Distribution für Hacker und Security-Forscher arbeitet laut der Ankündigung ein Kernel in Version 5.2.9. Das ist nicht die einzige systembedingte Neuerung. So gibt es Änderungen an den Metapaketen. Das sind Pakete, die beim Installieren gleich eine ganze Reihe anderer Pakete mit auf den Rechner ziehen. In “kali-linux-default” stecken Tools, welche die Kali-Macher für essenziell halten. “kali-linux-large” bietet sich für Penetration-Tester an, die nicht nur Standardsituationen abdecken möchten. Schließlich gibt es noch “kali-linux-everything”, dessen Name Programm ist: Hier sind alle verfügbaren Pakete enthalten. Bei der Gelegenheit haben die Entwickler auch gescheiterte ARM-Builds repariert.
Besserer Windows-Support
Neu an Bord sind so genannte Helper Scripts. Startet ein Anwender ein Programm, das er eigentlich mit Parametern aufrufen müsste, folgt kein “command not found”. Stattdessen zeigt Kali einerseits die wichtigsten Schalter für den Programmstart an, andererseits wechselt es in das Verzeichnis, in dem sich die ausführbare Datei zum Programm befindet. Handelt es sich um ein Windows-Programm, startet Kali es in Wine. Sämtliche Windows-Programme lagert Kali Linux ab Version 2019.3 zudem in “/usr/share/windows-resources”.
Mehr Geräte für Nethunter
Änderungen gibt es auch bei der mitgelieferten Software. So unterstützt Nethunter, eine Kali-basierte ARM-Distribution, die auf verschiedenen Mobilgeräten läuft, nun das LG V20, Nexus 5X, Nexus 10 und das One Plus 7. Zudem gibt es für Nethunter einen F-Droid-kompatiblen Nethunter Store, der es ermöglicht, auf den Google Playstore zu verzichten und seine Nutzer mit Hacking-Tools versorgt. Das DNS-Nummerierungstool Amass ist zudem neu an Bord. Aktualisierungen gibt es für die Burp Suite, Hostapd-WPE, Hyperion, Kismet und Nmap.
Im Download-Bereich warten nicht zuletzt neue Versionen von Kali-Linux. Kali läuft nun auf dem ARM-basierten Pinebook und auf Gateworks Ventana-Maschinen. Den Raspberry-Pi-Kernel liefert Kali in Version 4.19.66 aus, die den kompletten Arbeitsspeicher des Raspberry Pi 4 unterstützt. Verbesserungen versprechen die Macher zudem für den Raspberry Pi Zero W. Auch ein LXD-Image mit Kali Linux ist seit neuestem im Angebot.




