Microsoft will exFAT im Linux-Kernel

Microsoft hat die Spezifikationen für das hauseigene Dateisystem exFAT veröffentlicht. Außerdem sollen die zugehörigen Patente unter die Obhut des Open Invention Networks (OIN) kommen.

Das Industriekonsortium Open Invention Network stellt die dort angesiedelten Patente jeder Person und Firma zur Verfügung, solange diese Parteien sich einverstanden erklären, auf Patentansprüche gegen Linux und damit verbundene Software zu verzichten.

John Gossmann, Microsoft-Ingenieur und gleichzeitig Board Member der Linux Foundation schreibt in einem Blogbeitrag, dass exFAT in vielen SD-Karten und USB-Laufwerken zum Einsatz komme. Es sei Microsoft wichtig, dass die Linux-Community exFAT ebenfalls nutzen könne, ohne Probleme befürchten zu müssen. Es sei neben der Veröffentlichung der Spezifikationen deshalb beabsichtigt, eine Aufnahme in den Kernel zu erreichen, so Gossmann. Durch die Übertragung der Patente an die OIN sei der erste Schritt getan. Es soll exFAT nun in die Linux-Systemdefinition des OIN aufgenommen werden. Kernel-Hacker Greg Kroah-Hartman hat den exFAT-Treiber vorsorglich im Staging-Zweig der Treiber untergebracht. Der exFAT-Treiber, so Kroah-Hartman, brauche noch jede Menge Feinschliff, bevor er für eine Aufnahme bereit sei.

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