Epel bietet “Extra Packages for Enterprise Linux” an und ist nun in Version 8.0 erschienen. Die bringt einen neuen “Playground”-Channel mit und unterstützt neuerdings die s390x-Architektur.
Konkret versorgt das Epel-Repository Nutzer der Enterprise-Distribution RHEL mit speziellen Paketen aus Fedora und Centos. Red Hat betont in einer FAQ, dass Epel ein Community-Projekt ist, auch wenn Red-Hat-Entwickler involviert sind und die Firma die Infrastruktur bezahlt. Die Idee hinter EPEL: In Red Hat Enterprise Linux steckt nur ein Teil der Fedora-Pakete. Benötigen Firmen weitere Pakete, die nicht im Lieferumfang stecken, können sie auf eigene Gefahr Epel-Pakete einsetzen.
Der neue “Playground”-Channel von Epel orientiert sich an Fedora Rawhide und soll Entwickler beim Experimentieren mit unfertiger Software helfen. Im Prinzip geht es darum, eine weitere Schicht für Experimente mit sehr instabiler Software einzuziehen, die sich schnell ändert und noch API-Modifikationen erhält.
Bodhi oder Playground
Erfolgreich gebaute “epel”-Pakete landen bislang nur in Bodhi, dem offiziellen Entwicklungs-Repository des Projekts. Dort durchlaufen sie verschiedene Phasen (Pending, Testing, Tasting/Batched, Testing/Stable und so weiter), bevor sie im Main-Repository von Fedora landen. Künftig erzeugt das Buildsystem zwei Pakete: eines für “epel”, eines für “epel-playground”.
Ziel von Epel Playground sei es, neue Paketversionen einer Software zu testen, neu paketierte Software, größere Versionssprünge eines Pakets, das in Epel 8.x soll. Epel Playground darf auch Pakete enthalten, die nie stabil genug für Epel 8.x sind, aber dennoch nützlich für einige Anwender. Bei kleineren RHEL-Updates lassen sich dann zugleich große Änderungen im Playground in das reguläre Epel-8-Repository ziehen. Ob diese Änderungen funktionieren, testen die Entwickler bereits im Playground.
Eine weitere Änderung ist der Support von Epel 8.x für die s390x-Plattform. Einige Nutzer wünschen sich das bereits seit Jahren, nun hat das Projekt die Zeit gefunden, ihn zu integrieren. Wenn Nachfrage besteht, soll auch Epel 7.x diese Plattform unterstützen. Wer Epel 8.0 verwenden möchte, sollte zudem im Vorfeld einen Blick auf die “Known Issues” werfen. Nicht alle Pakete funktionieren mit allen Architekturen, zudem unterstützt Epel 8 bestimmte Module für Programmiersprachen nicht.




