Systems 2008: Bitkom zur ITK in der Finanzkrise

Bitkom-Präsident Scheer sprach auf der Münchner IT-Messe Systems über die Auswirkungen der derzeitigen Finanzkrise auf die ITK-Branche.

Bei der Systems in München hat Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer eine aktuelle Umfrage unter 301 Unternehmen zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Branche vorgestellt.

Tenor der Befragung: Die Unternehmen sehen aktuell keine Probleme, blicken aber mit Sorge in die Zukunft. Bitkom-Präsident Scheer hat in München anders als geplant statt der der üblichen Branchenumfrage zum Quartalsausblick kurzfristig die aktuelle Befragung zur Finanzkrise präsentiert.

Bitkom-Präsident Scheer sprach auf der Münchner IT-Messe Systems über die Auswirkungen der derzeitigen Finanzkrise auf die ITK-Branche.

Bitkom-Präsident Scheer sprach auf der Münchner IT-Messe Systems über die Auswirkungen der derzeitigen Finanzkrise auf die ITK-Branche.

Den positiven Ausblick, den die Branche laut Scheer noch im August abgegeben hat, konnte die aktuelle Befragung nicht mehr widerspiegeln. 86 Prozent der befragten ITK-Unternehmen spüren zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine direkten Auswirkungen, in der nahen Zukunft rechnen allerdings bereits 39 Prozent mit weniger Umsatz und weniger Aufträgen. 60 Prozent sehen ihr Geschäft durch die Finanzkrise nicht beeinträchtigt.

Für das Jahr 2009 erwarten 57 Prozent im Vergleich zu 2008 stabile Umsätze. Ein Fünftel rechnet mit einem Anstieg, ein weiteres Fünftel mit einer Abnahme. Im Vergleich zum Branchenindex der vergangenen Schlussquartale sieht Scheer damit deutlich schlechtere Werte.

Der Bitkom-Präsident wünscht sich vom Staat zwar die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in Richtung Informationstechnologie und damit Aufträge für die Branche, staatliche Hilfsprogramme seien aber nicht notwendig. Scheer nannte die Gesundheitskarte als Beispiel für staatliche ITK-Investitionen. Bei deren Einführung sei man drei bis fünf Jahre hinterher. Und auch beim E-Government könne sich Deutschland noch steigern. Scheer sieht dort einen Investitionsstau von sechs Milliarden Euro.

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