Im Amt für IT und Digitalisierung in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg ist man alles andere als glücklich über den Digitalen Länderkompass, den der Internet-Branchenverband Eco herausgegeben hat. Der letzte Platz, den Hamburg dort belege, sei aus erheblichen methodische und daraus folgenden inhaltliche Mängel und Inkonsistenzen entstanden, beschwert sich das Amt für IT und Digitalisierung in einer Stellungnahme.
Das Amt rügt, dass ein fast fünf Jahre alter Koalitionsvertrag als einzige Quelle für Hamburgs Digitalisierungsfortschritte für den Digitalen Länderkompass herangezogen worden sei. Damit fielen nachträglich erarbeitete Digitalisierungsschritte ebenso unter den Tisch wie solche, die bereits vor dem Vertrag begonnen oder abgeschlossen wurden, heißt es in der Stellungnahme.
Als eines der vielen Beispiele für Mängel in der Eco-Studie führt das Amt an, dass Hamburg null Punkte und die Note 6 für das Kriterium “E-Rechnung” erhalten habe, weil es dazu keine Fundstellen im Koalitionsvertrag gegeben habe. Die E-Rechnung habe sich in Hamburg aber schon in der vorigen Legislaturperiode in Umsetzung befunden, heißt es, deshalb sei dieser Punkt nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Ein weiteres Versäumnis des Kompass sei die mangelhafte Quellenarbeit. Obwohl Hamburg im Jahr 2015 die Strategie “Digitale Stadt” beschlossen und umgesetzt habe, seien die Autoren des Kompass überzeugt, dass Hamburg keine Strategie habe.
In der Stellungnahme ist auch angemerkt, dass Hamburg für seine Digitalisierungsaktivitäten zwei Preisen im Rahmen des renommierten eGovernment-Wettbewerbs erhalten habe.



Dieses Ergebnis erscheint wirklich sehr fragwürdig.
Im Deutschland Index der Digitalisierung (https://www.oeffentliche-it.de/digitalindex) nimmt HH einen der vorderen Plätze ein
der Länderkompass scheint mittlerweile auch nicht mehr online zu sein, da der entsprechende Link nur auf die Startseite des Branchenverbandes führt…