Rust-Entwickler bestimmen Syntax für Await-Operator

Das Language-Team hinter der Programmiersprache Rust hat sich nach reiflicher Überlegung für eine Await-Operator-Syntax entschieden: “future.await”.

Nicht-blockierende Ein- und Ausgaben sind ein wichtiges Element moderner Programmiersprachen, das ist in Rust nicht anders. Hier wird asynchroner Code insbesondere in Netzwerk-Diensten dringend benötigt. Dennoch konnten sich die Entwickler der vergleichsweise jungen Programmiersprache noch nicht auf eine finale Syntax für die “await”-Operation einigen. Bislang jedenfalls.

Diese Operation selbst wartet in einem asynchronen Kontext auf eine Future. Bislang diente ein Macro (“await!(expr)”) als Platzhalter. Zwei Artikel beschreiben die Probleme und Diskussionen rund um die Findung einer neuen Syntax. Wie ein Entwickler namens “withoutboats” in einem Blogpost schreibt, sei die Entscheidung vor allem deshalb so schwierig gewesen, weil sämtliche Lösungen ihre eigenen Nachteile mitbringen.

Postfix-Dot-Syntax

Die Syntax der Sprache darf die Nutzer möglichst nicht verwirren, gleichzeitig warten potenzielle Konflikte mit so genannten Out-of-Order-Operationen. Am Ende gelang es den Entwicklern, die verschiedenen Vorschläge auf vier einzukreisen. Die Entscheidung fiel für eine so genannte Postfix-Dot-Syntax. Ihr ging offenbar eine lebhafte Diskussion über den Sinn und Unsinn dieser Syntax voraus, die der zugehörige Blogpost nur andeutet. Offenbar wollte das Language-Team die Siegel-Syntax (etwa durch Einsatz eines “@”) nicht überstrapazieren und entschied sich für den “.”-Operator.

Die Async/Await-Syntax auszuarbeiten, gehörte zu den Plänen der Rust-Entwickler für 2019. Dank der Entscheidung ist nun der Weg frei für ein Minimalversion von Async/Await in Rust 1.37, die Mitte August erscheinen soll. Das dürfte insbesondere Entwickler freuen, die performante Netzwerk-Werkzeuge mit Rust entwerfen möchten.

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