Google überarbeitet seit einiger Zeit das Prozedere rund um die API-Zugriffe von Drittanbietern. Das hat nun auch Konsequenzen für IFTTT-Nutzer.
IFTTT steht für IF This Then That und erlaubt es, Trigger für bestimmte Aktionen zu bauen. Postet zum Beispiel ein User ein Foto auf Instagram, löst das einen Trigger aus, der es zugleich auf Google Drive verschiebt. Auch im Smart Home kommt der Dienst mitunter zum Einsatz. Nutzer verwenden in diesem Zusammenhang auch gern den Mailservice von Google, doch damit soll am 31. März 2019 Schluss sein.
Wie das Help Center von IFTTT informiert, funktionieren ab Ende März Gmail-Trigger und “Create-a-Draft”-Aktionen nicht mehr. Weiterhin möglich sind hingegen die Aktionen “Send an email” und “Send yourself an email”. Auch weist IFTTT auch darauf hin, dass Googles Änderung nicht alle auf IFTTT genutzten Google-Dienste betrifft, sondern nur Gmail.
Reaktion auf Skandal
Ursache für die Änderungen auf Googles Seite ist der Skandal um die Drittanbieter-Zugriffe auf Gmail und Google Plus. Die Entwickler von Drittanbieter-Apps hatten demnach die Möglichkeit, die Mails der Nutzer zu durchsuchen. Diese hatten den Drittanbietern die Erlaubnis erteilt, ihre Apps mit dem Google-Konto zu verknüpfen, waren sich aber wohl häufig darüber im Unklaren, dass diese Drittanbieter dann auch ihre Mails durchforsten. Nun schränkt Google die API-Zugriffe deutlich ein.
IFTTT schreibt auch über die Hintergründe ihrer Entscheidung, den Trigger nicht durch eine Alternative zu ersetzen. Dank der Änderungen am Gmail-API würde IFTTT ein massives Refactoring an der eigenen Plattform vornehmen müssen, um die Funktionalität weiterhin anzubieten. Das würde nicht nur deutlich mehr Overhead produzieren, sondern auch die User Experience verschlechtern und wäre daher nicht nachhaltig.
Die beiden übrig gebliebenen Aktionen seien in Absprache mit den Google-Team entstanden und würden keine zu großen Änderungen an der Infrastruktur erfordern. Man wolle aber künftig mit Google zusammenarbeiten, um weitere Dienste anzubieten und zugleich deren längerfristigen Bestand zu sichern.




