Flatpak 1.2 verbessert in erster Linie den Umgang mit der Kommandozeile. Die Macher des Paketmanagers haben aber auch am Lifecycle-Management gearbeitet.
Anstelle von “flatpak install flathub org.gnome.meld” lässt sich das grafische Difftool nun einfach über “flatpak install meld” installieren. Das ist nur eine von mehreren Änderungen für Nutzer, die Flatpak über die Kommandozeile bedienen. Im beschriebenen Fall startet nach Eingabe von “meld” intern eine Suche nach dem passenden Paket zum Namen. Mit Rückfragen versichert sich Flatpak, das richtige gefunden zu haben.
Vertippt sich der Nutzer, macht die Software Vorschläge, was er gemeint haben könnte und verweist auf die Hilfe-Option. Außerdem ist es neuerdings möglich, sich auf der Kommandozeile Informationen aus den Flatpak-Repo-Metadaten zu einer Software anzeigen zu lassen. In diesen so genannten Appstream-Daten findet sich unter anderem kurze Beschreibungen der jeweiligen Apps. Aktivierbare Spalten sorgen für mehr Überblick. Es gibt Fortschrittsanzeigen beim Installieren und Deinstallieren von Software sowie einen konfigurierbaren Prompt.
Flatpak-Prozesse und Sandboxes
Die beiden neuen Kommandos “flatpak ps” und “flatpak kill” kümmern sich um die zu Flatpak gehörigen Prozesse. Laut der Ankündigung hatten Nutzer bislang mitunter Schwierigkeiten, den richtigen Prozess für eine Flatpak-Sandbox zu identifizieren.
Auch am Logging haben die Entwickler geschraubt: Änderungen an den Installationen und installierten Apps notiert fortan das Systemd-Journal. Das merkt sich auch den jeweiligen Nutzer, der die Änderungen angestoßen hat. Die Logs lassen sich über “journalctl” studieren, aber auch über das neu eingeführte Kommando “flatpak history”.
Portale bieten über ein Bus-API Zugang zu den in Sandboxes laufenden Ressourcen. Die Entwickler haben ein neues Location-Portal integriert und eines für Toolkit-Einstellungen. Zugleich wurden die Fundamente gelegt, um das Sandboxing in Zukunft noch sicherer zu machen. Der gemeinsame Hintergrund für diese Änderungen ist laut dem Blogpost, dass die Bibliotheken in der Runtime Anpassungen benötigen, um optimal in den Sandboxes zu laufen. Laut dem Flatpak-Entwickler Matthias Clasen sei man aber auf dem Weg, die nötigen Änderungen anzubringen.



