Black Hat Europe 2018 zieht mehr Besucher an

Die Hackerkonferenz Black Hat Europe 2018 ging heute in London zu Ende. Zu den Themen gehörten unter anderem Container-Sicherheit und Maschinen- und Deep-Learning.

Die Black Hat Europe ist eine ganz gewöhnliche zweitägige Konferenz und lässt sich daher schlecht mit dem Chaos-Kongress vergleichen, der Ende des Jahres wieder in Leipzig stattfinden wird. Doch trotz der zeitlichen Nähe zog es auch in diesem Jahr wieder eine Menge Hacker und Security-Profis nach London. Sogar mehr als letztes Jahr sollen es gewesen sein, verkündete Jeff Moss in seiner Keynote.

Das nächste Linux-Magazin widmet sich der Konferenz etwas ausführlicher, zu den Themen in diesem Jahr gehörten aber auch Hype-Themen wie KI, Deep Learning, Container und Blockchain. Das gab den Veranstaltern in ihrer Lockdown-Sitzung am Ende auch Grund zum Lästern, aber auch für Selbstreflektion. Sie warfen unter anderem die Frage auf, ob die IT-Sicherheit zu komplex geworden ist. Und sie waren sich einige, dass man die Erfolge neuer Technologien wie Blockchain und Deep Learning kritischer hinterfragen und mit Zahlen unterfüttern müsse.

Security in der Chefetage

Zur Veranstaltung selbst machte einer der Sponsoren eine aufschlussreiche Anmerkung: Er stellte fest, dass das Publikum früher technischer gewesen sei. Heute seien mehr “Suits”, also Anzüge da. Das war in diesem Fall nicht unbedingt negativ gemeint. Tatsächlich sei, auch das wurde im Verlauf der Diskussion klar, die Security als Thema in den Vorständen und Chefetagen angekommen. Das aber verlange Hackern und Nerds plötzlich soziale Fähigkeiten ab, was für einige eine völlig neue und eher ungewohnte Situation zu sein schien.

Das NOC, Network Operations Center, gab sich auf der Black Hat Europe 2018 transparent.

Zugleich wurde in der Community eine mangelnde Nachwuchsförderung konstatiert: Es gebe zu wenig Mentorenmodelle. Frühere Hacker hätten ohne andere Hacker kaum in die Szene einsteigen können. Hier ließe sich mehr machen, zumal die Jobs da seien. Sich selbst wähnten die Black-Hat-Veranstalter in Sachen Nachwuchs hingegen auf einem guten Weg. Die Besucher seien jünger, internationaler und spiegelten eine größere Bandbreite an Community wieder. Einige der eingereichten Vorträge von Neulingen seien bereits unglaublich informiert gewesen.

Und welche der genannten Technologien nun tatsächlich eine Zukunft haben, wird sich vielleicht schon im nächsten Jahr zeigen. Trotz Brexit-Gefahr soll die Konferenz auch dann wieder in London stattfinden.

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