DFN-CERT-2017-2105 Intel Management Engine, Intel Trusted Execution Engine, Intel Server Platform Services: Mehrere Schwachstellen ermöglichen die komplette Systemübernahme

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 3 (13.09.18):
Intel informiert mit Sicherheitshinweis INTEL-SA-00119 darüber, dass das
seinerzeit veröffentlichte INTEL-SA-00086 Detection Tool eine
Schwachstelle enthält, welche einem lokalen, einfach authentifizierten und
hoch privilegierten Angreifer unter Umständen die Ausführung beliebigen
Programmcodes ermöglicht. Der Hersteller hat das INTEL-SA-00086 Detection
Tool in Version 1.2.7.0 zur Verfügung gestellt, um diese Schwachstelle zu
beheben.
Version 2 (05.01.18):
Fortinet weist darauf hin, dass die Produkte FortiGate FGT-500E und FGT-
501E sowie FortiWeb FWB-1000E von den Schwachstellen in Intel Management
Engine (ME), Intel Server Platform Services (SPS) und Intel Trusted
Execution Engine (TXE) betroffen sind. Der Firmwareupgrade-Prozess für
diese Modelle wurde angestoßen, für Rückfragen steht das zuständige
Technical Assistance Center (TAC) zur Verfügung.
Version 1 (22.11.17):
Neues Advisory

Mehrere Schwachstellen in der Firmware der Intel Management Engine (Intel ME
11.0.0-11.7.0), der Intel Trusted Execution Engine (Intel TXE 3.0) und den
Intel Server Platform Services (Intel SPS 4.0) ermöglichen einem lokalen, in
einem Fall auch entfernten, einfach authentisierten Angreifer die Ausführung
beliebigen Programmcodes, wodurch dieser ein System auch komplett übernehmen
kann. Für den erfolgreichen Angriff aus der Ferne muss der Angreifer über
Administratorprivilegien verfügen.

Von den Schwachstellen betroffen sind Systeme mit bestimmten Intel-
Prozessen: 6th, 7th und 8th Generation Intel Core Processor Family, Intel
Xeon Processor E3-1200 v5 und v6 Product Family, Intel Xeon Processor
Scalable Family, Intel Xeon Processor W Family, Intel Atom C3000 Processor
Family, Apollo Lake Intel Atom Processor E3900 Series, Apollo Lake Intel
Pentium Processors, Intel Celeron N und J Series Processors.

Die Schwachstellen werden als besonders schwerwiegend eingestuft, da ein
Angreifer unbemerkt Schutzmechanismen unterlaufen kann und im Erfolgsfall
ein System komplett unter seine Kontrolle bringen kann.

Intel informiert in seinem Sicherheitshinweis INTEL-SA-00086 über die
Schwachstellen und hat Intel-SA-00086 Detection Tools für Linux und Windows
sowie Sicherheitsupdates für die betroffenen Firmware-Versionen
bereitgestellt.
Mit Dell (Dell Server Statement), Fujitsu und Lenovo (Lenovo Security
Advisory LEN-17297) stellen ebenfalls erste System-Hersteller
Sicherheitsupdates zur Verfügung.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2017-2105]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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