Nächste Major-Release ist Rust 2018

Mit Rust 2018 soll in diesem Jahr ein Nachfolger zu Rust 1.0 (Rust 2015) erscheinen. Das und ihre weiteren Pläne für 2018 kündigten die Rust-Entwickler in einem Blogpost an.

Rust 2018 soll laut der Ankündigung im letzten Drittel des Jahres erscheinen und von den Stabilisierungsbemühungen rund um die Features der Programmiersprache profitieren. Nach Rust 1.0 wird Rust 2018 die zweite Major Release. Das soll auch der Compiler berücksichtigen, für den die Entwickler den Schalter “edition = 2018” einführen. Konzentrierte sich die erstere Major Release 1.0 noch auf Stabilität, soll der Fokus bei Rust 2018 aber auf Produktivität liegen.

Die Features für Rust 2018 stehen noch nicht zu 100 Prozent fest, aber die Entwickler haben laut ihrem Post eine “ziemlich gute Vorstellung” davon, wie Rust 2018 aussehen wird. Zum einen soll es eine qualitativ hochwertige Dokumentation geben. Dazu wird nicht nur “The Rust Programming Language Book” überarbeitet, sondern auch “Rust by Example“.

Sprachoptimierungen

In Sachen Sprache wollen die Rust-Macher vor allem die Vorschläge der Ergonomics-Initiative von 2017 übernehmen. Die meisten davon stecken bereits in der Entwicklungsversion von Rust und brauchen noch einen letzten Schliff. Dabei geht es vor allem darum, bestehende Features zu verbessern. Dazu zählen das Ownership-System, das Borrowing flexibler machen soll und Pattern Matching besser. Das Trait-System soll Typen dank “impl Trait” abstrakter handhaben können. Das Modul-System soll klarer und weniger komplex, Async besser unterstützt werden. Zudem wollen die Entwickler Features wie Simd, Custom Allocators und Macros 2.0 stabilisieren.

Zugleich soll Rust sich als Programmiersprache in vier ausgewählten Domains beweisen: Bei Netzwerkdiensten, für Kommandozeilen-Apps, im Webassembly-Umfeld und auf Embedded-Geräten. Für letzteren Bereich wollen die Entwickler Rust im Laufe des Jahres optimieren. Für jedes dieser vier Gebiete gibt es eigenes eingerichtete Arbeitsgruppen, die sich auf diese Domänen konzentrieren.

Der Rust-Compiler arbeitet dank inkrementeller Neukompilierung bereits schneller, aber auch “normale” Builds will das Projekt beschleunigen. Der Rust Language Server soll in Version 1.0 erscheinen, er erleichtert es, Rust als Programmiersprache in IDEs anzubieten. Auch das Formatierungstool “rustfmt” erscheint in einer ersten stabilen Version 1.0. Ein weiterer Fokus liegt auf Cargo und dem Testsystem. Wichtige Bibliotheken sollen ebenfalls in stabilen Versionen erscheinen, die Webseite will das Projekt auch optimieren. Für das Jahr haben sich die Entwickler also viel vorgenommen, im Blogpost finden sich weitere Details zum Thema.

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