UPDATE: DFN-CERT-2018-0020 Mikroprozessoren, Spectre, Meltdown: Mehrere Schwachstellen ermöglichen das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und Ausspähen von Informationen [Linux][Debian][Fedora][RedHat][Unix][Apple][FreeBSD][Solaris][Windows][Netzwerk]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Historie:
Version 8 (11.01.2018):
Canonical stellt für die Distributionen Ubuntu 17.10, Ubuntu 17.04 und
Ubuntu 16.04 LTS Sicherheitsupdates für ‘webkit2gtk’ auf das WebKitGTK+
Release 2.18.5 zur Behebung der Schwachstellen CVE-2017-5715 und
CVE-2017-5753 (Spectre) bereit. Nach Installation der Sicherheitsupdates
müssen alle Anwendungen, welche WebKitGTK+ verwenden, wie etwa Epiphany,
neu gestartet werden.
Version 7 (11.01.2018):
Mit WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001 wird über das WebKitGTK+
Release 2.18.5 zur Behebung der Schwachstellen CVE-2017-5715 und
CVE-2017-5753 (Spectre) informiert. Für Fedora 26 und 27 stehen
Sicherheitsupdates auf diese Version in Form der Pakete
‘webkitgtk4-2.18.5-1.fc26’ und ‘webkitgtk4-2.18.5-1.fc27’ im Status
‘pending’ bereit. Für Fedora 26 und 27 stehen darüber hinaus
Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel auf Version 4.14.13 im Status
‘pending’ zur Verfügung. Hiermit werden einige Mitigationen für Spectre
(beide Varianten) eingeführt. Die Installation dieser Sicherheitsupdates
erfordert den anschließenden Neustart betroffener Systeme.
Version 6 (10.01.2018):
NVIDIA veröffentlicht neue Hinweise und weitere Sicherheitsupdates zu den
Schwachstellen über die NVIDIA Driver Download-Webseite. Für Windows
stehen jetzt die Treiberversionen 390.65 (GeForce, Quadro, NVS) und 386.07
(Quadro, NVS, Tesla) zur Verfügung. Für Linux, FreeBSD und Solaris stehen
die Versionen 390.12 und 384.111 für GeForce, Quadro, NVS und Tesla (nur
384.111) bereit. Für den Versionszweig R390 für Tesla wird ein
Sicherheitsupdate in KW 4 für Windows und Linux angekündigt. Darüber
hinaus stehen über das NVIDIA Licensing Center Informationen zu Updates
für NVIDIA GRID Produkte zur Verfügung. Die NVIDIA GRID betreffenden
Updates für Windows, Windows Server mit Hyper-V, Linux, Citrix XenServer,
VMware vSphere und Red Hat KVM werden vor Ende Januar erwartet. Canonical
stellt für Ubuntu 17.10, Ubuntu 17.04, Ubuntu 16.04 LTS und Ubuntu 14.04
LTS ein Sicherheitsupdate für ‘nvidia-graphics-drivers-384’ auf Version
384.111 zur Verfügung, mit dem laut zugehörigem Sicherheitshinweis
zunächst eine der ‘Spectre’-Schwachstellen (CVE-2017-5753) adressiert
wird. Oracle veröffentlicht die Oracle VM Security Advisories
OVMSA-2018-0005 und OVMSA-2018-0006, um über die Bereitstellung von
verschiedenen Xen-Sicherheitsupdates für Oracle VM 3.4 zu informieren. Das
erstgenannte Update referenziert zusätzlich auch die Schwachstellen
CVE-2017-15592, CVE-2017-15595, CVE-2017-17044 und CVE-2017-17045, die
Denial-of-Service-Angriffe und eine Privilegieneskalation ermöglichen und
bereits im Dezember (OVMSA-2017-0176) behoben wurden.
Version 5 (09.01.2018):
Red Hat veröffentlicht für Red Hat Virtualization 3.X und 4 für Red Hat
Enterprise Linux 7 Sicherheitsupdates in Form aktualisierter
‘redhat-virtualization-host’-Pakete. Für Red Hat Virtualization 3.x auf
RHEL 6 und 7 steht außerdem das Paket ‘rhev-hypervisor7’ und für Red Hat
Virtualization 4 auf RHEL 7 das Paket ‘rhvm-appliance’ als
Sicherheitsupdate bereit.
Version 4 (08.01.2018):
Microsoft aktualisiert seinen Sicherheitshinweis und weist darauf hin,
dass Sicherheitsupdates für Microsoft Server 2008 und 2012 bis auf
weiteres nicht zur Verfügung stehen werden, da hier tiefe Eingriffe in die
Architektur notwendig sind. Weiterhin erklärt der Hersteller, dass die im
Sicherheitshinweis genannten 32-Bit-Pakete nur die
‘Spectre’-Schwachstellen adressieren. Sophos informiert darüber, dass die
eigenen Endpoint-Produkte mit dem aktuellen Update von Microsoft
kompatibel sind und die für dieses notwendigen Einträge in die
Windows-Registry zeitnah durch Updates für Sophos Endpoint/Server
vorgenommen werden. Für Netzwerkkunden kündigt Sophos an, dass die
Untersuchungen zu den jeweiligen Kernel-Updates für das unterliegende
Linux und andere Betriebssysteme noch andauern. Dies betrifft unter
anderem Sophos UTM und Sophos Firewall OS. Juniper informiert über den
aktuellen Stand der Untersuchungen zu den eigenen Produkten. Unter anderem
werden Junos OS, Junos Space und Qfabric Director noch untersucht. Der
Hersteller geht aktuell davon aus, dass Junos OS nur durch lokale
Angreifer mit Administratorrechten angreifbar ist. Die Produkte ScreenOS
und JUNOSe sind den Angaben von Juniper zufolge nicht verwundbar gegenüber
den Schwachstellen. Im Xen Security Advisory 254 gibt das Xen.org Security
Team neue Informationen zu den Schwachstellen bekannt und präzisiert die
möglichen Auswirkungen der Schwachstellen. Insbesondere weisen die Autoren
darauf hin, dass die Möglichkeit zu Angriffen von Gastbenutzer auf den
Gastkernel unabhängig von den in Xen umgesetzten Mitigationen besteht und
nur durch Aktualisierung des eingesetzten Betriebssystems adressiert
werden können. Darüber hinaus hat der Chiphersteller ARM Informationen zu
betroffenen Prozessoren veröffentlicht, die neben Xen auch den Einsatz von
Google Android betreffen. Google stellt auf seinen Supportseiten weitere
Hinweise zu eigenen Produkten zur Verfügung.
Version 3 (05.01.2018):
Canonical informiert darüber, dass die Patches für Ubuntu Linux spätestens
zum ursprünglich geplanten Release am 09.01.2018 zur Verfügung stehen
werden. Aufgrund der Komplexität der Patches wird ein Live-Update
ausgeschlossen, betroffene Systeme müssen nach Installation neu gestartet
werden. Apple weist darauf hin, dass die Produkte iOS 11.2 und macOS
10.13.2 bereits gegen die Schwachstelle ‘Meltdown’ gehärtet wurden. Die
‘Spectre’-Schwachstellen werden in künftigen Updates adressiert. Auch
NVIDIA hat mit den Untersuchungen der eigenen Produkte begonnen und
bereits erste Updates für Quadro, NVS (Windows, Linux, FreeBSD, Solaris)
und GeForce (Linux, FreeBSD, Solaris) veröffentlicht.
Version 2 (05.01.2018):
Für Oracle Linux 7 (x86_64) stehen Sicherheitsupdates bereit, mit denen
die Schwachstellen adressiert werden. Weitere Sicherheitsupdates stehen in
der für die Red Hat Enterprise Linux Server Advanced Update Support (AUS)
Versionen AUS 6.2, AUS 6.4 und AUS 6.5 sowie für Red Hat Enterprise MRG 2
zur Verfügung. Debian veröffentlicht ein Sicherheitsupdate für Debian
Stretch (stable) zur Behebung der Schwachstelle ‘Meltdown’
(CVE-2017-5754), mit dem zusätzlich eine alte Regression behoben wird. Die
beiden ‘Spectre’-Schwachstellen werden in einem gesonderten Update
adressiert. Für die vormalige stabile Distribution Jessie wird ebenfalls
ein eigenes Sicherheitsupdate angekündigt. Die Hersteller Fortinet, F5
Networks und IBM informieren darüber, dass die Untersuchungen der jeweils
eigenen Produkte in Bezug auf die Schwachstellen begonnen haben. Die
Informationen zu Produkten des Herstellers Cisco Systems verarbeiten wir
in einem gesonderten Sicherheitshinweis, auch hier haben die
Untersuchungen der eigenen Produktpalette begonnen.
Version 1 (04.01.2018):
Neues Advisory

Betroffene Software:

Microsoft SQL Server 2016 SP1 x64
Microsoft SQL Server 2017 x64
NVIDIA GPU Driver
NVIDIA GPU Driver < 384.111 NVIDIA GPU Driver < 386.07 NVIDIA GPU Driver < 390.12 NVIDIA GPU Driver < 390.65 WebKitGTK+ < 2.18.5 Apple iOS Apple macOS Linux-Kernel Microsoft Windows Microsoft Windows Server Xen Betroffene Plattformen: Red Hat Enterprise MRG 2 Red Hat Enterprise Virtualization 3.X Hypervisor and Agents for RHEL-7 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Host Sophos UTM Apple iOS Apple macOS Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS Canonical Ubuntu Linux 16.10 Canonical Ubuntu Linux 17.04 Canonical Ubuntu Linux 17.10 Debian Linux 9.3 Stretch FreeBSD Juniper Junos OS Microsoft Windows 7 SP1 x64 Microsoft Windows 7 SP1 x86 Microsoft Windows 8.1 x64 Microsoft Windows 8.1 x86 Microsoft Windows 10 Microsoft Windows 10 x86 Microsoft Windows 10 x64 v1511 Microsoft Windows 10 x86 v1511 Microsoft Windows 10 x64 v1607 Microsoft Windows 10 x86 v1607 Microsoft Windows 10 x64 v1703 Microsoft Windows 10 x86 v1703 Microsoft Windows 10 x64 v1709 Microsoft Windows 10 x86 v1709 Microsoft Windows Server v1709 (Server Core Installation) Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 Itanium Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 Itanium Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Microsoft Windows Server 2012 Microsoft Windows Server 2012 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2012 R2 Microsoft Windows Server 2012 R2 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2016 Oracle Linux 7 Oracle Solaris Oracle VM Server 3.4 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 6 Red Hat Enterprise Linux 6.7 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7 Red Hat Enterprise Linux for Real Time 7 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 7 Red Hat Enterprise Linux 7.3 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7.4 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux Desktop 6 Red Hat Enterprise Linux Desktop 7 Red Hat Enterprise Linux Server 6 Red Hat Enterprise Linux Server 6.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.5 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.7 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7 Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.2 Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.3 Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.4 Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 TUS Red Hat Enterprise Linux Workstation 6 Red Hat Enterprise Linux Workstation 7 Red Hat Fedora 26 Red Hat Fedora 27 Xen Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik 'speculative Execution of Instructions' für verschiedene Mikroprozessordesigns ist fehlerhaft. Daraus resultieren mehrere Schwachstellen, die abhängig vom eingesetzten Prozessortyp von einem Angreifer ausgenutzt werden können: Die Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk, Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und dadurch privilegierten Speicher zu lesen. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk die Ausführung spekulativer Instruktionen des Betriebssystems oder Hypervisors hinter Speicher- und Sicherheitsgrenzen und darüber den Zugriff auf privilegierten Speicher. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) betrifft nach derzeitigem Kenntnisstand nur Intel Mikroprozessoren und ermöglicht einem lokalen, nicht authentisierten Angreifer das Auslesen von Kernelspeicher vom Userspace aus und dadurch die Ausführung beliebigen Programmcodes mit den höchsten Privilegien. Über die genauen Auswirkungen der Schwachstellen wird noch im Einzelfall diskutiert, da diese auf unterschiedlichen Plattformen verschieden sein können. Die Bewertung der Schwachstellen basiert an dieser Stelle daher auf der Arbeit der Schwachstellenentdecker selbst (Project Zero) und den bisher bekannten Einschätzungen der betroffenen Softwarehersteller. Sicher ist, dass die zur Behebung der Schwachstellen notwendigen Patches Performanceeinbußen für die betroffenen Systeme mit sich bringen werden, da die Sicherheitsupdates primär auf einer Deaktivierung der leistungssteigernden Technik beruhen, und dass die Behebung der Schwachstellen sowohl Software- als auch Firmware-seitige Updates erfordert. Im von Intel veröffentlichten Sicherheitshinweis verweist der Prozessorhersteller für Firmwareupdates auf die Hersteller und Distributoren der Systeme, die die hauseigenen Prozessoren einsetzen. Gleiches gilt auch für Systeme mit Mikroprozessoren anderer Chiphersteller, von denen bisher mit Ausnahme von AMD noch keine Stellungnahmen vorliegen. AMD weist darauf hin, dass die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) AMD-Prozessoren nicht betrifft, da diese eine andere Architektur verwenden. Für die Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) besteht auf AMD-Systemen aus demselben Grund nur ein geringes Risiko. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) wird laut Aussage von AMD Software-seitig von Betriebssystemherstellern behoben. Da so gut wie alle aktuellen Betriebssysteme von den Schwachstellen betroffen sind, sollten die Hinweise der jeweiligen Softwarehersteller in den kommenden Tagen genau beachtet werden. Der Xen Hypervisor ist laut Aussage des Herstellers von allen Schwachstellen betroffen. Als mögliche Auswirkung wird das Ausspähen aller Informationen aus dem Speicher eines geteilten Hosts genannt. Die Informationen können durch Ausführung spekulativer Instruktionen erhalten werden, die vom Angreifer kontrollierbar sind. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 kann hier umgangen werden, indem Gastsysteme im HVM- oder PVH-Modus betrieben werden. Es stehen noch keine Sicherheitsupdates für Xen zur Verfügung. Microsoft empfiehlt allen Nutzern, alle verfügbaren Betriebssystemupdates - insbesondere die bisherigen Windows Sicherheitsupdates vom Januar 2018 - zu installieren. Für Microsoft Surface Produkte kündigt der Hersteller ein Firmware Update an. Um die Schließung der Sicherheitslücken zu verifizieren stellt Microsoft ein PowerShell Script zur Verfügung und weist darauf hin, dass einige Antivirusprogramme nicht mit den Sicherheitsupdates kompatibel sind. Microsoft weist darauf hin, dass die aktuellen Updates auch Mitigationen für Internet Explorer und Edge im Kontext der Schwachstellen beinhalten. Die Auswirkungen auf diese Produkte sind bisher unklar. Im aktuellen Sicherheitsupdate für die Microsoft Browser werden vor allem Speicherkorruptionsschwachstellen in der Scripting Engine behandelt. Für verschiedene Versionen von Microsoft Windows Server stehen ebenfalls Sicherheitsupdates zur Verfügung. Microsoft weist darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Server als Hyper-V Hosts oder Remote Desktop Services Hosts (RDSH) betrieben werden und wenn nicht vertrauenswürdiger Programmcode, beispielsweise über Container, auf den Geräten verwendet werden kann. Hier werden zusätzlich Registry-Einträge angegeben, um die Mitigationen auf dem Server zu aktivieren und es steht ebenfalls ein PowerShell Skript zur Prüfung zur Verfügung. Weiterhin stehen Sicherheitsupdates für verschiedene Versionen von Microsoft SQL Server und verschiedene Hinweise zu unterschiedlichen Einsatzszenarien zur Verfügung. In Linux-Systemen werden aktuell Patches unter der Abkürzung KPTI (Kernel Page Table Isolation) veröffentlicht, die Kernel- und Userland-Speicher besser trennen sollen. Einige Softwarehersteller stellen gesonderte Firmware-Sicherheitsupdates zur Verfügung, die nur CVE-2017-5715 (Spectre) adressieren. Dazu existiert ein gesonderter Sicherheitshinweis. Für das gesamte Red Hat Portfolio stehen bereits Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel oder den Echtzeitkernel zur Verfügung. Hier werden die Schwachstellen für die aktuellen Red Hat Enterprise Linux 6 und 7 Editionen sowie die Editionen mit erweitertem Support (Advanced Update Support, Extended Update Support, Telco Update Support) behoben. Für Fedora 26 und 27 stehen Kernel-Sicherheitsupdates im Status 'stable' (Fedora 27) beziehungsweise 'pending' (Fedora 26) bereit. In den Sicherheitsupdates wird die Schwachstelle 'Meltdown' erwähnt, möglicherweise wird hier also nur CVE-2017-5754 adressiert. Patch: Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27, kernel-4.14.11-300.fc27) https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Patch:

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities

https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Patch:

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

Patch:

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux)

https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

Patch:

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels

http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Patch:

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel)

https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

Patch:

NVIDIA Driver Download Seite

http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Patch:

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384)

https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-0590e4af13 (Fedora 27,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc27)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-0590e4af13

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-21a7ad920c (Fedora 27,
kernel-4.14.13-300.fc27)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-21a7ad920c

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-690989736a (Fedora 26,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-690989736a

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-e6fe35524d (Fedora 26,
kernel-4.14.13-200.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-e6fe35524d

Patch:

Ubuntu Security Notice USN-3530-1

http://www.ubuntu.com/usn/usn-3530-1/

Patch:

WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001

https://webkitgtk.org/security/WSA-2018-0001.html

CVE-2017-5754: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Rogue Data Cache Load’ ab, wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Meltdown’ genannt und betrifft Intel
Mikroprozessoren. AMD Mikroprozessoren scheinen aufgrund von
Architektur-Unterschieden nicht angreifbar zu sein. Die Schwachstelle liegt
darin begründet, dass für diese Prozessoren Pagetable-Berechtigungsprüfungen
nur ausgeführt werden, wenn die jeweilige Instruktion ‘retired’ wird, die
Ergebnisse einer Instruktion also dem Rest des Systems zur Verfügung
gestellt werden. Das ist für spekulative Instruktionen generell nicht der
Fall, da ein ‘retire’ erst erfolgen kann, wenn die für die Ausführung
gemachte Annahme bestätigt wurde. Ein lokaler, nicht authentisierter
Angreife kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Kernelspeicher vom Userspace
aus zu lesen, ohne den Kontrollfluss des Kernelcodes umzuleiten und dadurch
beliebigen Programmcode mit den höchsten Privilegien auszuführen.

CVE-2017-5753: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Bounds Check Bypass’ ab und wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt auf,
wenn der Branch Predictor, der dem Prozessor die wahrscheinlichsten
zukünftigen Intruktionszweige zuspielt, manipuliert wird. Sie erfordert die
Existenz eines bestimmten Programmcodepatterns in der jeweiligen
Implementierung der spekulativen Instruktionsausführung oder die Generierung
eines entsprechenden Patterns über einen Interpreter oder eine
Just-in-Time-Engine. Ein vermutlich nicht authentisierter Angreifer im
benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle ausnutzen, um spekulative
Instruktionen vom Betriebssystem oder Hypervisor hinter Speicher- und
Sicherheitsgrenzen zur Ausführung zu bringen und auf privilegierten Speicher
zuzugreifen.

CVE-2017-5715: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall der ‘Branch Target Injection’ ab und wird
im Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt
auf, wenn durch den betroffenen Programmcode ein indirekter Zweig (Branch)
vorliegt, dessen Zieladresse aus dem Speicher geladen wird. Durch Spülen
(flushing) der Cache-Zeile mit der entsprechenden Adresse aus dem Speicher
fehlt der CPU bei Erreichen des Zweigs das Sprungziel, so dass bis zur
notwendigen erneuten Berechnung der Adresse spekulativ Anweisungen
ausgeführt werden. Die dabei erfolgenden Speicherzugriffe allozieren auch
dann Speicher im Level 1 Data Cache des Mikroprozessors, wenn die
spekulativen Instruktionen später verworfen werden. Ein vermutlich nicht
authentisierter Angreifer im benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle
ausnutzen, um Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten
Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und privilegierten Speicher unter
Umgehung der Syscall-Grenzen zu lesen. Die ausgespähten Informationen können
für weitere Angriffe verwendet werden.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2018-0020/

Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27,
kernel-4.14.11-300.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

An Update on AMD Processor Security:
https://www.amd.com/en/corporate/speculative-execution

Intel Security Advisory INTEL-SA-00088: Speculative Execution and Indirect
Branch Prediction Side Channel Analysis Method:
https://security-center.intel.com/advisory.aspx?intelid=INTEL-SA-00088&languageid=en-fr

Microsoft Support: Important information regarding the Windows security
updates released on January 3, 2018 and anti-virus software:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072699/important-information-regarding-the-windows-security-updates-released

Microsoft Support: SQL Server Guidance to protect against speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4073225/guidance-for-sql-server

Microsoft Support: Windows Client Guidance for IT Pros to protect against
speculative execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/de-de/help/4073119/windows-client-guidance-for-it-pros-to-protect-against-speculative-exe

Microsoft Support: Windows Server Guidance to protect against the speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072698/windows-server-guidance-to-protect-against-the-speculative-execution-s

Project Zero: Reading privileged memory with a side-channel (technische
Informationen zu den Schwachstellen):
https://googleprojectzero.blogspot.de/2018/01/reading-privileged-memory-with-side.html

Schwachstelle CVE-2017-5715 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5715

Schwachstelle CVE-2017-5753 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5753

Schwachstelle CVE-2017-5754 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5754

Xen Security Advisory XSA-254: Information leak via side effects of
speculative execution:
http://xenbits.xen.org/xsa/advisory-254.html

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux):
https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel):
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Apple: About speculative execution vulnerabilities in ARM-based and Intel CPUs:
https://support.apple.com/en-us/HT208394

F5 Networks Security Advisory K91229003: Side-channel processor
vulnerabilities CVE-2017-5715, CVE-2017-5753, and CVE-2017-5754:
https://support.f5.com/csp/article/K91229003

FortiGuard Labs PSIRT Advisory FG-IR-18-002:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-18-002

IBM PSIRT Blog: Potential CPU Security Issue:
https://www.ibm.com/blogs/psirt/potential-cpu-security-issue/

NVIDIA Security Notice: Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4609

Ubuntu Updates for the Meltdown / Spectre Vulnerabilitie:
https://insights.ubuntu.com/2018/01/04/ubuntu-updates-for-the-meltdown-spectre-vulnerabilities/

Arm Processor Security Update: Vulnerability of Speculative Processors to
Cache Timing Side-Channel Mechanism:
https://developer.arm.com/support/security-update

Google Product Status: Google’s Mitigations Against CPU Speculative Execution
Attack Methods:
https://support.google.com/faqs/answer/7622138#overview

Juniper Security Bulletin JSA10842:
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10842&actp=RSS

Sophos Advisory: Kernel memory issue affecting multiple OS (aka F**CKWIT,
KAISER, KPTI, Meltdown & Spectre):
https://community.sophos.com/kb/en-us/128053

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

NVIDIA Driver Download Seite:
http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384):
https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

Fedora Security Update FEDORA-2018-0590e4af13 (Fedora 27,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-0590e4af13

Fedora Security Update FEDORA-2018-21a7ad920c (Fedora 27,
kernel-4.14.13-300.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-21a7ad920c

Fedora Security Update FEDORA-2018-690989736a (Fedora 26,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-690989736a

Fedora Security Update FEDORA-2018-e6fe35524d (Fedora 26,
kernel-4.14.13-200.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-e6fe35524d

Ubuntu Security Notice USN-3530-1:
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3530-1/

WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001:
https://webkitgtk.org/security/WSA-2018-0001.html

(c) DFN-CERT Services GmbH, all rights reserved!
Die Weiterverbreitung ist mit Hinweis auf den Copyrightinhaber innerhalb der
eigenen Einrichtung erlaubt. Eine darüber hinausgehende Verbreitung bedarf
des schriftlichen Einverständnisses des Rechteinhabers.

UPDATE: DFN-CERT-2018-0020 Mikroprozessoren, Spectre, Meltdown: Mehrere Schwachstellen ermöglichen das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und Ausspähen von Informationen [Linux][Debian][Fedora][RedHat][Unix][Apple][FreeBSD][Solaris][Windows][Netzwerk]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Historie:
Version 7 (11.01.2018):
Mit WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001 wird über das WebKitGTK+
Release 2.18.5 zur Behebung der Schwachstellen CVE-2017-5715 und
CVE-2017-5753 (Spectre) informiert. Für Fedora 26 und 27 stehen
Sicherheitsupdates auf diese Version in Form der Pakete
‘webkitgtk4-2.18.5-1.fc26’ und ‘webkitgtk4-2.18.5-1.fc27’ im Status
‘pending’ bereit. Für Fedora 26 und 27 stehen darüber hinaus
Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel auf Version 4.14.13 im Status
‘pending’ zur Verfügung. Hiermit werden einige Mitigationen für Spectre
(beide Varianten) eingeführt. Die Installation dieser Sicherheitsupdates
erfordert den anschließenden Neustart betroffener Systeme.
Version 6 (10.01.2018):
NVIDIA veröffentlicht neue Hinweise und weitere Sicherheitsupdates zu den
Schwachstellen über die NVIDIA Driver Download-Webseite. Für Windows
stehen jetzt die Treiberversionen 390.65 (GeForce, Quadro, NVS) und 386.07
(Quadro, NVS, Tesla) zur Verfügung. Für Linux, FreeBSD und Solaris stehen
die Versionen 390.12 und 384.111 für GeForce, Quadro, NVS und Tesla (nur
384.111) bereit. Für den Versionszweig R390 für Tesla wird ein
Sicherheitsupdate in KW 4 für Windows und Linux angekündigt. Darüber
hinaus stehen über das NVIDIA Licensing Center Informationen zu Updates
für NVIDIA GRID Produkte zur Verfügung. Die NVIDIA GRID betreffenden
Updates für Windows, Windows Server mit Hyper-V, Linux, Citrix XenServer,
VMware vSphere und Red Hat KVM werden vor Ende Januar erwartet. Canonical
stellt für Ubuntu 17.10, Ubuntu 17.04, Ubuntu 16.04 LTS und Ubuntu 14.04
LTS ein Sicherheitsupdate für ‘nvidia-graphics-drivers-384’ auf Version
384.111 zur Verfügung, mit dem laut zugehörigem Sicherheitshinweis
zunächst eine der ‘Spectre’-Schwachstellen (CVE-2017-5753) adressiert
wird. Oracle veröffentlicht die Oracle VM Security Advisories
OVMSA-2018-0005 und OVMSA-2018-0006, um über die Bereitstellung von
verschiedenen Xen-Sicherheitsupdates für Oracle VM 3.4 zu informieren. Das
erstgenannte Update referenziert zusätzlich auch die Schwachstellen
CVE-2017-15592, CVE-2017-15595, CVE-2017-17044 und CVE-2017-17045, die
Denial-of-Service-Angriffe und eine Privilegieneskalation ermöglichen und
bereits im Dezember (OVMSA-2017-0176) behoben wurden.
Version 5 (09.01.2018):
Red Hat veröffentlicht für Red Hat Virtualization 3.X und 4 für Red Hat
Enterprise Linux 7 Sicherheitsupdates in Form aktualisierter
‘redhat-virtualization-host’-Pakete. Für Red Hat Virtualization 3.x auf
RHEL 6 und 7 steht außerdem das Paket ‘rhev-hypervisor7’ und für Red Hat
Virtualization 4 auf RHEL 7 das Paket ‘rhvm-appliance’ als
Sicherheitsupdate bereit.
Version 4 (08.01.2018):
Microsoft aktualisiert seinen Sicherheitshinweis und weist darauf hin,
dass Sicherheitsupdates für Microsoft Server 2008 und 2012 bis auf
weiteres nicht zur Verfügung stehen werden, da hier tiefe Eingriffe in die
Architektur notwendig sind. Weiterhin erklärt der Hersteller, dass die im
Sicherheitshinweis genannten 32-Bit-Pakete nur die
‘Spectre’-Schwachstellen adressieren. Sophos informiert darüber, dass die
eigenen Endpoint-Produkte mit dem aktuellen Update von Microsoft
kompatibel sind und die für dieses notwendigen Einträge in die
Windows-Registry zeitnah durch Updates für Sophos Endpoint/Server
vorgenommen werden. Für Netzwerkkunden kündigt Sophos an, dass die
Untersuchungen zu den jeweiligen Kernel-Updates für das unterliegende
Linux und andere Betriebssysteme noch andauern. Dies betrifft unter
anderem Sophos UTM und Sophos Firewall OS. Juniper informiert über den
aktuellen Stand der Untersuchungen zu den eigenen Produkten. Unter anderem
werden Junos OS, Junos Space und Qfabric Director noch untersucht. Der
Hersteller geht aktuell davon aus, dass Junos OS nur durch lokale
Angreifer mit Administratorrechten angreifbar ist. Die Produkte ScreenOS
und JUNOSe sind den Angaben von Juniper zufolge nicht verwundbar gegenüber
den Schwachstellen. Im Xen Security Advisory 254 gibt das Xen.org Security
Team neue Informationen zu den Schwachstellen bekannt und präzisiert die
möglichen Auswirkungen der Schwachstellen. Insbesondere weisen die Autoren
darauf hin, dass die Möglichkeit zu Angriffen von Gastbenutzer auf den
Gastkernel unabhängig von den in Xen umgesetzten Mitigationen besteht und
nur durch Aktualisierung des eingesetzten Betriebssystems adressiert
werden können. Darüber hinaus hat der Chiphersteller ARM Informationen zu
betroffenen Prozessoren veröffentlicht, die neben Xen auch den Einsatz von
Google Android betreffen. Google stellt auf seinen Supportseiten weitere
Hinweise zu eigenen Produkten zur Verfügung.
Version 3 (05.01.2018):
Canonical informiert darüber, dass die Patches für Ubuntu Linux spätestens
zum ursprünglich geplanten Release am 09.01.2018 zur Verfügung stehen
werden. Aufgrund der Komplexität der Patches wird ein Live-Update
ausgeschlossen, betroffene Systeme müssen nach Installation neu gestartet
werden. Apple weist darauf hin, dass die Produkte iOS 11.2 und macOS
10.13.2 bereits gegen die Schwachstelle ‘Meltdown’ gehärtet wurden. Die
‘Spectre’-Schwachstellen werden in künftigen Updates adressiert. Auch
NVIDIA hat mit den Untersuchungen der eigenen Produkte begonnen und
bereits erste Updates für Quadro, NVS (Windows, Linux, FreeBSD, Solaris)
und GeForce (Linux, FreeBSD, Solaris) veröffentlicht.
Version 2 (05.01.2018):
Für Oracle Linux 7 (x86_64) stehen Sicherheitsupdates bereit, mit denen
die Schwachstellen adressiert werden. Weitere Sicherheitsupdates stehen in
der für die Red Hat Enterprise Linux Server Advanced Update Support (AUS)
Versionen AUS 6.2, AUS 6.4 und AUS 6.5 sowie für Red Hat Enterprise MRG 2
zur Verfügung. Debian veröffentlicht ein Sicherheitsupdate für Debian
Stretch (stable) zur Behebung der Schwachstelle ‘Meltdown’
(CVE-2017-5754), mit dem zusätzlich eine alte Regression behoben wird. Die
beiden ‘Spectre’-Schwachstellen werden in einem gesonderten Update
adressiert. Für die vormalige stabile Distribution Jessie wird ebenfalls
ein eigenes Sicherheitsupdate angekündigt. Die Hersteller Fortinet, F5
Networks und IBM informieren darüber, dass die Untersuchungen der jeweils
eigenen Produkte in Bezug auf die Schwachstellen begonnen haben. Die
Informationen zu Produkten des Herstellers Cisco Systems verarbeiten wir
in einem gesonderten Sicherheitshinweis, auch hier haben die
Untersuchungen der eigenen Produktpalette begonnen.
Version 1 (04.01.2018):
Neues Advisory

Betroffene Software:

Microsoft SQL Server 2016 SP1 x64
Microsoft SQL Server 2017 x64
NVIDIA GPU Driver
NVIDIA GPU Driver < 384.111 NVIDIA GPU Driver < 386.07 NVIDIA GPU Driver < 390.12 NVIDIA GPU Driver < 390.65 WebKitGTK+ < 2.18.5 Apple iOS Apple macOS Linux-Kernel Microsoft Windows Microsoft Windows Server Xen Betroffene Plattformen: Red Hat Enterprise MRG 2 Red Hat Enterprise Virtualization 3.X Hypervisor and Agents for RHEL-7 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Host Sophos UTM Apple iOS Apple macOS Canonical Ubuntu Linux Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS Canonical Ubuntu Linux 16.10 Canonical Ubuntu Linux 17.04 Canonical Ubuntu Linux 17.10 Debian Linux 9.3 Stretch FreeBSD Juniper Junos OS Microsoft Windows 7 SP1 x64 Microsoft Windows 7 SP1 x86 Microsoft Windows 8.1 x64 Microsoft Windows 8.1 x86 Microsoft Windows 10 Microsoft Windows 10 x86 Microsoft Windows 10 x64 v1511 Microsoft Windows 10 x86 v1511 Microsoft Windows 10 x64 v1607 Microsoft Windows 10 x86 v1607 Microsoft Windows 10 x64 v1703 Microsoft Windows 10 x86 v1703 Microsoft Windows 10 x64 v1709 Microsoft Windows 10 x86 v1709 Microsoft Windows Server v1709 (Server Core Installation) Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 Itanium Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 Itanium Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Microsoft Windows Server 2012 Microsoft Windows Server 2012 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2012 R2 Microsoft Windows Server 2012 R2 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2016 Oracle Linux 7 Oracle Solaris Oracle VM Server 3.4 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 6 Red Hat Enterprise Linux 6.7 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7 Red Hat Enterprise Linux for Real Time 7 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 7 Red Hat Enterprise Linux 7.3 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7.4 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux Desktop 6 Red Hat Enterprise Linux Desktop 7 Red Hat Enterprise Linux Server 6 Red Hat Enterprise Linux Server 6.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.5 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.7 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7 Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.2 Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.3 Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.4 Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 TUS Red Hat Enterprise Linux Workstation 6 Red Hat Enterprise Linux Workstation 7 Red Hat Fedora 26 Red Hat Fedora 27 Xen Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik 'speculative Execution of Instructions' für verschiedene Mikroprozessordesigns ist fehlerhaft. Daraus resultieren mehrere Schwachstellen, die abhängig vom eingesetzten Prozessortyp von einem Angreifer ausgenutzt werden können: Die Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk, Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und dadurch privilegierten Speicher zu lesen. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk die Ausführung spekulativer Instruktionen des Betriebssystems oder Hypervisors hinter Speicher- und Sicherheitsgrenzen und darüber den Zugriff auf privilegierten Speicher. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) betrifft nach derzeitigem Kenntnisstand nur Intel Mikroprozessoren und ermöglicht einem lokalen, nicht authentisierten Angreifer das Auslesen von Kernelspeicher vom Userspace aus und dadurch die Ausführung beliebigen Programmcodes mit den höchsten Privilegien. Über die genauen Auswirkungen der Schwachstellen wird noch im Einzelfall diskutiert, da diese auf unterschiedlichen Plattformen verschieden sein können. Die Bewertung der Schwachstellen basiert an dieser Stelle daher auf der Arbeit der Schwachstellenentdecker selbst (Project Zero) und den bisher bekannten Einschätzungen der betroffenen Softwarehersteller. Sicher ist, dass die zur Behebung der Schwachstellen notwendigen Patches Performanceeinbußen für die betroffenen Systeme mit sich bringen werden, da die Sicherheitsupdates primär auf einer Deaktivierung der leistungssteigernden Technik beruhen, und dass die Behebung der Schwachstellen sowohl Software- als auch Firmware-seitige Updates erfordert. Im von Intel veröffentlichten Sicherheitshinweis verweist der Prozessorhersteller für Firmwareupdates auf die Hersteller und Distributoren der Systeme, die die hauseigenen Prozessoren einsetzen. Gleiches gilt auch für Systeme mit Mikroprozessoren anderer Chiphersteller, von denen bisher mit Ausnahme von AMD noch keine Stellungnahmen vorliegen. AMD weist darauf hin, dass die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) AMD-Prozessoren nicht betrifft, da diese eine andere Architektur verwenden. Für die Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) besteht auf AMD-Systemen aus demselben Grund nur ein geringes Risiko. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) wird laut Aussage von AMD Software-seitig von Betriebssystemherstellern behoben. Da so gut wie alle aktuellen Betriebssysteme von den Schwachstellen betroffen sind, sollten die Hinweise der jeweiligen Softwarehersteller in den kommenden Tagen genau beachtet werden. Der Xen Hypervisor ist laut Aussage des Herstellers von allen Schwachstellen betroffen. Als mögliche Auswirkung wird das Ausspähen aller Informationen aus dem Speicher eines geteilten Hosts genannt. Die Informationen können durch Ausführung spekulativer Instruktionen erhalten werden, die vom Angreifer kontrollierbar sind. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 kann hier umgangen werden, indem Gastsysteme im HVM- oder PVH-Modus betrieben werden. Es stehen noch keine Sicherheitsupdates für Xen zur Verfügung. Microsoft empfiehlt allen Nutzern, alle verfügbaren Betriebssystemupdates - insbesondere die bisherigen Windows Sicherheitsupdates vom Januar 2018 - zu installieren. Für Microsoft Surface Produkte kündigt der Hersteller ein Firmware Update an. Um die Schließung der Sicherheitslücken zu verifizieren stellt Microsoft ein PowerShell Script zur Verfügung und weist darauf hin, dass einige Antivirusprogramme nicht mit den Sicherheitsupdates kompatibel sind. Microsoft weist darauf hin, dass die aktuellen Updates auch Mitigationen für Internet Explorer und Edge im Kontext der Schwachstellen beinhalten. Die Auswirkungen auf diese Produkte sind bisher unklar. Im aktuellen Sicherheitsupdate für die Microsoft Browser werden vor allem Speicherkorruptionsschwachstellen in der Scripting Engine behandelt. Für verschiedene Versionen von Microsoft Windows Server stehen ebenfalls Sicherheitsupdates zur Verfügung. Microsoft weist darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Server als Hyper-V Hosts oder Remote Desktop Services Hosts (RDSH) betrieben werden und wenn nicht vertrauenswürdiger Programmcode, beispielsweise über Container, auf den Geräten verwendet werden kann. Hier werden zusätzlich Registry-Einträge angegeben, um die Mitigationen auf dem Server zu aktivieren und es steht ebenfalls ein PowerShell Skript zur Prüfung zur Verfügung. Weiterhin stehen Sicherheitsupdates für verschiedene Versionen von Microsoft SQL Server und verschiedene Hinweise zu unterschiedlichen Einsatzszenarien zur Verfügung. In Linux-Systemen werden aktuell Patches unter der Abkürzung KPTI (Kernel Page Table Isolation) veröffentlicht, die Kernel- und Userland-Speicher besser trennen sollen. Einige Softwarehersteller stellen gesonderte Firmware-Sicherheitsupdates zur Verfügung, die nur CVE-2017-5715 (Spectre) adressieren. Dazu existiert ein gesonderter Sicherheitshinweis. Für das gesamte Red Hat Portfolio stehen bereits Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel oder den Echtzeitkernel zur Verfügung. Hier werden die Schwachstellen für die aktuellen Red Hat Enterprise Linux 6 und 7 Editionen sowie die Editionen mit erweitertem Support (Advanced Update Support, Extended Update Support, Telco Update Support) behoben. Für Fedora 26 und 27 stehen Kernel-Sicherheitsupdates im Status 'stable' (Fedora 27) beziehungsweise 'pending' (Fedora 26) bereit. In den Sicherheitsupdates wird die Schwachstelle 'Meltdown' erwähnt, möglicherweise wird hier also nur CVE-2017-5754 adressiert. Patch: Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27, kernel-4.14.11-300.fc27) https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Patch:

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities

https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Patch:

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

Patch:

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux)

https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

Patch:

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels

http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Patch:

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel)

https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

Patch:

NVIDIA Driver Download Seite

http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Patch:

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384)

https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-0590e4af13 (Fedora 27,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc27)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-0590e4af13

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-21a7ad920c (Fedora 27,
kernel-4.14.13-300.fc27)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-21a7ad920c

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-690989736a (Fedora 26,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-690989736a

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-e6fe35524d (Fedora 26,
kernel-4.14.13-200.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-e6fe35524d

Patch:

WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001

https://webkitgtk.org/security/WSA-2018-0001.html

CVE-2017-5754: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Rogue Data Cache Load’ ab, wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Meltdown’ genannt und betrifft Intel
Mikroprozessoren. AMD Mikroprozessoren scheinen aufgrund von
Architektur-Unterschieden nicht angreifbar zu sein. Die Schwachstelle liegt
darin begründet, dass für diese Prozessoren Pagetable-Berechtigungsprüfungen
nur ausgeführt werden, wenn die jeweilige Instruktion ‘retired’ wird, die
Ergebnisse einer Instruktion also dem Rest des Systems zur Verfügung
gestellt werden. Das ist für spekulative Instruktionen generell nicht der
Fall, da ein ‘retire’ erst erfolgen kann, wenn die für die Ausführung
gemachte Annahme bestätigt wurde. Ein lokaler, nicht authentisierter
Angreife kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Kernelspeicher vom Userspace
aus zu lesen, ohne den Kontrollfluss des Kernelcodes umzuleiten und dadurch
beliebigen Programmcode mit den höchsten Privilegien auszuführen.

CVE-2017-5753: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Bounds Check Bypass’ ab und wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt auf,
wenn der Branch Predictor, der dem Prozessor die wahrscheinlichsten
zukünftigen Intruktionszweige zuspielt, manipuliert wird. Sie erfordert die
Existenz eines bestimmten Programmcodepatterns in der jeweiligen
Implementierung der spekulativen Instruktionsausführung oder die Generierung
eines entsprechenden Patterns über einen Interpreter oder eine
Just-in-Time-Engine. Ein vermutlich nicht authentisierter Angreifer im
benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle ausnutzen, um spekulative
Instruktionen vom Betriebssystem oder Hypervisor hinter Speicher- und
Sicherheitsgrenzen zur Ausführung zu bringen und auf privilegierten Speicher
zuzugreifen.

CVE-2017-5715: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall der ‘Branch Target Injection’ ab und wird
im Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt
auf, wenn durch den betroffenen Programmcode ein indirekter Zweig (Branch)
vorliegt, dessen Zieladresse aus dem Speicher geladen wird. Durch Spülen
(flushing) der Cache-Zeile mit der entsprechenden Adresse aus dem Speicher
fehlt der CPU bei Erreichen des Zweigs das Sprungziel, so dass bis zur
notwendigen erneuten Berechnung der Adresse spekulativ Anweisungen
ausgeführt werden. Die dabei erfolgenden Speicherzugriffe allozieren auch
dann Speicher im Level 1 Data Cache des Mikroprozessors, wenn die
spekulativen Instruktionen später verworfen werden. Ein vermutlich nicht
authentisierter Angreifer im benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle
ausnutzen, um Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten
Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und privilegierten Speicher unter
Umgehung der Syscall-Grenzen zu lesen. Die ausgespähten Informationen können
für weitere Angriffe verwendet werden.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2018-0020/

Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27,
kernel-4.14.11-300.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

An Update on AMD Processor Security:
https://www.amd.com/en/corporate/speculative-execution

Intel Security Advisory INTEL-SA-00088: Speculative Execution and Indirect
Branch Prediction Side Channel Analysis Method:
https://security-center.intel.com/advisory.aspx?intelid=INTEL-SA-00088&languageid=en-fr

Microsoft Support: Important information regarding the Windows security
updates released on January 3, 2018 and anti-virus software:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072699/important-information-regarding-the-windows-security-updates-released

Microsoft Support: SQL Server Guidance to protect against speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4073225/guidance-for-sql-server

Microsoft Support: Windows Client Guidance for IT Pros to protect against
speculative execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/de-de/help/4073119/windows-client-guidance-for-it-pros-to-protect-against-speculative-exe

Microsoft Support: Windows Server Guidance to protect against the speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072698/windows-server-guidance-to-protect-against-the-speculative-execution-s

Project Zero: Reading privileged memory with a side-channel (technische
Informationen zu den Schwachstellen):
https://googleprojectzero.blogspot.de/2018/01/reading-privileged-memory-with-side.html

Schwachstelle CVE-2017-5715 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5715

Schwachstelle CVE-2017-5753 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5753

Schwachstelle CVE-2017-5754 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5754

Xen Security Advisory XSA-254: Information leak via side effects of
speculative execution:
http://xenbits.xen.org/xsa/advisory-254.html

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux):
https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel):
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Apple: About speculative execution vulnerabilities in ARM-based and Intel CPUs:
https://support.apple.com/en-us/HT208394

F5 Networks Security Advisory K91229003: Side-channel processor
vulnerabilities CVE-2017-5715, CVE-2017-5753, and CVE-2017-5754:
https://support.f5.com/csp/article/K91229003

FortiGuard Labs PSIRT Advisory FG-IR-18-002:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-18-002

IBM PSIRT Blog: Potential CPU Security Issue:
https://www.ibm.com/blogs/psirt/potential-cpu-security-issue/

NVIDIA Security Notice: Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4609

Ubuntu Updates for the Meltdown / Spectre Vulnerabilitie:
https://insights.ubuntu.com/2018/01/04/ubuntu-updates-for-the-meltdown-spectre-vulnerabilities/

Arm Processor Security Update: Vulnerability of Speculative Processors to
Cache Timing Side-Channel Mechanism:
https://developer.arm.com/support/security-update

Google Product Status: Google’s Mitigations Against CPU Speculative Execution
Attack Methods:
https://support.google.com/faqs/answer/7622138#overview

Juniper Security Bulletin JSA10842:
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10842&actp=RSS

Sophos Advisory: Kernel memory issue affecting multiple OS (aka F**CKWIT,
KAISER, KPTI, Meltdown & Spectre):
https://community.sophos.com/kb/en-us/128053

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

NVIDIA Driver Download Seite:
http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384):
https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

Fedora Security Update FEDORA-2018-0590e4af13 (Fedora 27,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-0590e4af13

Fedora Security Update FEDORA-2018-21a7ad920c (Fedora 27,
kernel-4.14.13-300.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-21a7ad920c

Fedora Security Update FEDORA-2018-690989736a (Fedora 26,
webkitgtk4-2.18.5-1.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-690989736a

Fedora Security Update FEDORA-2018-e6fe35524d (Fedora 26,
kernel-4.14.13-200.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-e6fe35524d

WebKitGTK+ Security Advisory WSA-2018-0001:
https://webkitgtk.org/security/WSA-2018-0001.html

(c) DFN-CERT Services GmbH, all rights reserved!
Die Weiterverbreitung ist mit Hinweis auf den Copyrightinhaber innerhalb der
eigenen Einrichtung erlaubt. Eine darüber hinausgehende Verbreitung bedarf
des schriftlichen Einverständnisses des Rechteinhabers.

UPDATE: DFN-CERT-2018-0020 Mikroprozessoren, Spectre, Meltdown: Mehrere Schwachstellen ermöglichen das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und Ausspähen von Informationen [Linux][Debian][Fedora][RedHat][Unix][Apple][FreeBSD][Solaris][Windows][Netzwerk]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Historie:
Version 6 (10.01.2018):
NVIDIA veröffentlicht neue Hinweise und weitere Sicherheitsupdates zu den
Schwachstellen über die NVIDIA Driver Download-Webseite. Für Windows
stehen jetzt die Treiberversionen 390.65 (GeForce, Quadro, NVS) und 386.07
(Quadro, NVS, Tesla) zur Verfügung. Für Linux, FreeBSD und Solaris stehen
die Versionen 390.12 und 384.111 für GeForce, Quadro, NVS und Tesla (nur
384.111) bereit. Für den Versionszweig R390 für Tesla wird ein
Sicherheitsupdate in KW 4 für Windows und Linux angekündigt. Darüber
hinaus stehen über das NVIDIA Licensing Center Informationen zu Updates
für NVIDIA GRID Produkte zur Verfügung. Die NVIDIA GRID betreffenden
Updates für Windows, Windows Server mit Hyper-V, Linux, Citrix XenServer,
VMware vSphere und Red Hat KVM werden vor Ende Januar erwartet. Canonical
stellt für Ubuntu 17.10, Ubuntu 17.04, Ubuntu 16.04 LTS und Ubuntu 14.04
LTS ein Sicherheitsupdate für ‘nvidia-graphics-drivers-384’ auf Version
384.111 zur Verfügung, mit dem laut zugehörigem Sicherheitshinweis
zunächst eine der ‘Spectre’-Schwachstellen (CVE-2017-5753) adressiert
wird. Oracle veröffentlicht die Oracle VM Security Advisories
OVMSA-2018-0005 und OVMSA-2018-0006, um über die Bereitstellung von
verschiedenen Xen-Sicherheitsupdates für Oracle VM 3.4 zu informieren. Das
erstgenannte Update referenziert zusätzlich auch die Schwachstellen
CVE-2017-15592, CVE-2017-15595, CVE-2017-17044 und CVE-2017-17045, die
Denial-of-Service-Angriffe und eine Privilegieneskalation ermöglichen und
bereits im Dezember (OVMSA-2017-0176) behoben wurden.
Version 5 (09.01.2018):
Red Hat veröffentlicht für Red Hat Virtualization 3.X und 4 für Red Hat
Enterprise Linux 7 Sicherheitsupdates in Form aktualisierter
‘redhat-virtualization-host’-Pakete. Für Red Hat Virtualization 3.x auf
RHEL 6 und 7 steht außerdem das Paket ‘rhev-hypervisor7’ und für Red Hat
Virtualization 4 auf RHEL 7 das Paket ‘rhvm-appliance’ als
Sicherheitsupdate bereit.
Version 4 (08.01.2018):
Microsoft aktualisiert seinen Sicherheitshinweis und weist darauf hin,
dass Sicherheitsupdates für Microsoft Server 2008 und 2012 bis auf
weiteres nicht zur Verfügung stehen werden, da hier tiefe Eingriffe in die
Architektur notwendig sind. Weiterhin erklärt der Hersteller, dass die im
Sicherheitshinweis genannten 32-Bit-Pakete nur die
‘Spectre’-Schwachstellen adressieren. Sophos informiert darüber, dass die
eigenen Endpoint-Produkte mit dem aktuellen Update von Microsoft
kompatibel sind und die für dieses notwendigen Einträge in die
Windows-Registry zeitnah durch Updates für Sophos Endpoint/Server
vorgenommen werden. Für Netzwerkkunden kündigt Sophos an, dass die
Untersuchungen zu den jeweiligen Kernel-Updates für das unterliegende
Linux und andere Betriebssysteme noch andauern. Dies betrifft unter
anderem Sophos UTM und Sophos Firewall OS. Juniper informiert über den
aktuellen Stand der Untersuchungen zu den eigenen Produkten. Unter anderem
werden Junos OS, Junos Space und Qfabric Director noch untersucht. Der
Hersteller geht aktuell davon aus, dass Junos OS nur durch lokale
Angreifer mit Administratorrechten angreifbar ist. Die Produkte ScreenOS
und JUNOSe sind den Angaben von Juniper zufolge nicht verwundbar gegenüber
den Schwachstellen. Im Xen Security Advisory 254 gibt das Xen.org Security
Team neue Informationen zu den Schwachstellen bekannt und präzisiert die
möglichen Auswirkungen der Schwachstellen. Insbesondere weisen die Autoren
darauf hin, dass die Möglichkeit zu Angriffen von Gastbenutzer auf den
Gastkernel unabhängig von den in Xen umgesetzten Mitigationen besteht und
nur durch Aktualisierung des eingesetzten Betriebssystems adressiert
werden können. Darüber hinaus hat der Chiphersteller ARM Informationen zu
betroffenen Prozessoren veröffentlicht, die neben Xen auch den Einsatz von
Google Android betreffen. Google stellt auf seinen Supportseiten weitere
Hinweise zu eigenen Produkten zur Verfügung.
Version 3 (05.01.2018):
Canonical informiert darüber, dass die Patches für Ubuntu Linux spätestens
zum ursprünglich geplanten Release am 09.01.2018 zur Verfügung stehen
werden. Aufgrund der Komplexität der Patches wird ein Live-Update
ausgeschlossen, betroffene Systeme müssen nach Installation neu gestartet
werden. Apple weist darauf hin, dass die Produkte iOS 11.2 und macOS
10.13.2 bereits gegen die Schwachstelle ‘Meltdown’ gehärtet wurden. Die
‘Spectre’-Schwachstellen werden in künftigen Updates adressiert. Auch
NVIDIA hat mit den Untersuchungen der eigenen Produkte begonnen und
bereits erste Updates für Quadro, NVS (Windows, Linux, FreeBSD, Solaris)
und GeForce (Linux, FreeBSD, Solaris) veröffentlicht.
Version 2 (05.01.2018):
Für Oracle Linux 7 (x86_64) stehen Sicherheitsupdates bereit, mit denen
die Schwachstellen adressiert werden. Weitere Sicherheitsupdates stehen in
der für die Red Hat Enterprise Linux Server Advanced Update Support (AUS)
Versionen AUS 6.2, AUS 6.4 und AUS 6.5 sowie für Red Hat Enterprise MRG 2
zur Verfügung. Debian veröffentlicht ein Sicherheitsupdate für Debian
Stretch (stable) zur Behebung der Schwachstelle ‘Meltdown’
(CVE-2017-5754), mit dem zusätzlich eine alte Regression behoben wird. Die
beiden ‘Spectre’-Schwachstellen werden in einem gesonderten Update
adressiert. Für die vormalige stabile Distribution Jessie wird ebenfalls
ein eigenes Sicherheitsupdate angekündigt. Die Hersteller Fortinet, F5
Networks und IBM informieren darüber, dass die Untersuchungen der jeweils
eigenen Produkte in Bezug auf die Schwachstellen begonnen haben. Die
Informationen zu Produkten des Herstellers Cisco Systems verarbeiten wir
in einem gesonderten Sicherheitshinweis, auch hier haben die
Untersuchungen der eigenen Produktpalette begonnen.
Version 1 (04.01.2018):
Neues Advisory

Betroffene Software:

Microsoft SQL Server 2016 SP1 x64
Microsoft SQL Server 2017 x64
NVIDIA GPU Driver
NVIDIA GPU Driver < 384.111 NVIDIA GPU Driver < 386.07 NVIDIA GPU Driver < 390.12 NVIDIA GPU Driver < 390.65 Apple iOS Apple macOS Linux-Kernel Microsoft Windows Microsoft Windows Server Xen Betroffene Plattformen: Red Hat Enterprise MRG 2 Red Hat Enterprise Virtualization 3.X Hypervisor and Agents for RHEL-7 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Red Hat Enterprise Virtualization 4 Host Sophos UTM Apple iOS Apple macOS Canonical Ubuntu Linux Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS Canonical Ubuntu Linux 16.10 Canonical Ubuntu Linux 17.04 Canonical Ubuntu Linux 17.10 Debian Linux 9.3 Stretch FreeBSD Juniper Junos OS Microsoft Windows 7 SP1 x64 Microsoft Windows 7 SP1 x86 Microsoft Windows 8.1 x64 Microsoft Windows 8.1 x86 Microsoft Windows 10 Microsoft Windows 10 x86 Microsoft Windows 10 x64 v1511 Microsoft Windows 10 x86 v1511 Microsoft Windows 10 x64 v1607 Microsoft Windows 10 x86 v1607 Microsoft Windows 10 x64 v1703 Microsoft Windows 10 x86 v1703 Microsoft Windows 10 x64 v1709 Microsoft Windows 10 x86 v1709 Microsoft Windows Server v1709 (Server Core Installation) Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 Itanium Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 Itanium Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Microsoft Windows Server 2012 Microsoft Windows Server 2012 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2012 R2 Microsoft Windows Server 2012 R2 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2016 Oracle Linux 7 Oracle Solaris Oracle VM Server 3.4 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 6 Red Hat Enterprise Linux 6.7 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7 Red Hat Enterprise Linux for Real Time 7 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 7 Red Hat Enterprise Linux 7.3 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux 7.4 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux Desktop 6 Red Hat Enterprise Linux Desktop 7 Red Hat Enterprise Linux Server 6 Red Hat Enterprise Linux Server 6.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.5 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.6 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 6.7 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7 Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.2 Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.3 Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.3 TUS Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.4 Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 TUS Red Hat Enterprise Linux Workstation 6 Red Hat Enterprise Linux Workstation 7 Red Hat Fedora 26 Red Hat Fedora 27 Xen Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik 'speculative Execution of Instructions' für verschiedene Mikroprozessordesigns ist fehlerhaft. Daraus resultieren mehrere Schwachstellen, die abhängig vom eingesetzten Prozessortyp von einem Angreifer ausgenutzt werden können: Die Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk, Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und dadurch privilegierten Speicher zu lesen. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) betrifft Intel und AMD Mikroprozessoren und ermöglicht vermutlich einem Angreifer im benachbarten Netzwerk die Ausführung spekulativer Instruktionen des Betriebssystems oder Hypervisors hinter Speicher- und Sicherheitsgrenzen und darüber den Zugriff auf privilegierten Speicher. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) betrifft nach derzeitigem Kenntnisstand nur Intel Mikroprozessoren und ermöglicht einem lokalen, nicht authentisierten Angreifer das Auslesen von Kernelspeicher vom Userspace aus und dadurch die Ausführung beliebigen Programmcodes mit den höchsten Privilegien. Über die genauen Auswirkungen der Schwachstellen wird noch im Einzelfall diskutiert, da diese auf unterschiedlichen Plattformen verschieden sein können. Die Bewertung der Schwachstellen basiert an dieser Stelle daher auf der Arbeit der Schwachstellenentdecker selbst (Project Zero) und den bisher bekannten Einschätzungen der betroffenen Softwarehersteller. Sicher ist, dass die zur Behebung der Schwachstellen notwendigen Patches Performanceeinbußen für die betroffenen Systeme mit sich bringen werden, da die Sicherheitsupdates primär auf einer Deaktivierung der leistungssteigernden Technik beruhen, und dass die Behebung der Schwachstellen sowohl Software- als auch Firmware-seitige Updates erfordert. Im von Intel veröffentlichten Sicherheitshinweis verweist der Prozessorhersteller für Firmwareupdates auf die Hersteller und Distributoren der Systeme, die die hauseigenen Prozessoren einsetzen. Gleiches gilt auch für Systeme mit Mikroprozessoren anderer Chiphersteller, von denen bisher mit Ausnahme von AMD noch keine Stellungnahmen vorliegen. AMD weist darauf hin, dass die Schwachstelle CVE-2017-5754 (Meltdown) AMD-Prozessoren nicht betrifft, da diese eine andere Architektur verwenden. Für die Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2017-5715 (Spectre) besteht auf AMD-Systemen aus demselben Grund nur ein geringes Risiko. Die Schwachstelle CVE-2017-5753 (Spectre) wird laut Aussage von AMD Software-seitig von Betriebssystemherstellern behoben. Da so gut wie alle aktuellen Betriebssysteme von den Schwachstellen betroffen sind, sollten die Hinweise der jeweiligen Softwarehersteller in den kommenden Tagen genau beachtet werden. Der Xen Hypervisor ist laut Aussage des Herstellers von allen Schwachstellen betroffen. Als mögliche Auswirkung wird das Ausspähen aller Informationen aus dem Speicher eines geteilten Hosts genannt. Die Informationen können durch Ausführung spekulativer Instruktionen erhalten werden, die vom Angreifer kontrollierbar sind. Die Schwachstelle CVE-2017-5754 kann hier umgangen werden, indem Gastsysteme im HVM- oder PVH-Modus betrieben werden. Es stehen noch keine Sicherheitsupdates für Xen zur Verfügung. Microsoft empfiehlt allen Nutzern, alle verfügbaren Betriebssystemupdates - insbesondere die bisherigen Windows Sicherheitsupdates vom Januar 2018 - zu installieren. Für Microsoft Surface Produkte kündigt der Hersteller ein Firmware Update an. Um die Schließung der Sicherheitslücken zu verifizieren stellt Microsoft ein PowerShell Script zur Verfügung und weist darauf hin, dass einige Antivirusprogramme nicht mit den Sicherheitsupdates kompatibel sind. Microsoft weist darauf hin, dass die aktuellen Updates auch Mitigationen für Internet Explorer und Edge im Kontext der Schwachstellen beinhalten. Die Auswirkungen auf diese Produkte sind bisher unklar. Im aktuellen Sicherheitsupdate für die Microsoft Browser werden vor allem Speicherkorruptionsschwachstellen in der Scripting Engine behandelt. Für verschiedene Versionen von Microsoft Windows Server stehen ebenfalls Sicherheitsupdates zur Verfügung. Microsoft weist darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Server als Hyper-V Hosts oder Remote Desktop Services Hosts (RDSH) betrieben werden und wenn nicht vertrauenswürdiger Programmcode, beispielsweise über Container, auf den Geräten verwendet werden kann. Hier werden zusätzlich Registry-Einträge angegeben, um die Mitigationen auf dem Server zu aktivieren und es steht ebenfalls ein PowerShell Skript zur Prüfung zur Verfügung. Weiterhin stehen Sicherheitsupdates für verschiedene Versionen von Microsoft SQL Server und verschiedene Hinweise zu unterschiedlichen Einsatzszenarien zur Verfügung. In Linux-Systemen werden aktuell Patches unter der Abkürzung KPTI (Kernel Page Table Isolation) veröffentlicht, die Kernel- und Userland-Speicher besser trennen sollen. Einige Softwarehersteller stellen gesonderte Firmware-Sicherheitsupdates zur Verfügung, die nur CVE-2017-5715 (Spectre) adressieren. Dazu existiert ein gesonderter Sicherheitshinweis. Für das gesamte Red Hat Portfolio stehen bereits Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel oder den Echtzeitkernel zur Verfügung. Hier werden die Schwachstellen für die aktuellen Red Hat Enterprise Linux 6 und 7 Editionen sowie die Editionen mit erweitertem Support (Advanced Update Support, Extended Update Support, Telco Update Support) behoben. Für Fedora 26 und 27 stehen Kernel-Sicherheitsupdates im Status 'stable' (Fedora 27) beziehungsweise 'pending' (Fedora 26) bereit. In den Sicherheitsupdates wird die Schwachstelle 'Meltdown' erwähnt, möglicherweise wird hier also nur CVE-2017-5754 adressiert. Patch: Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27, kernel-4.14.11-300.fc27) https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Patch:

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities

https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Patch:

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

Patch:

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux)

https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

Patch:

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels

http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Patch:

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel)

https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host)

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

Patch:

NVIDIA Driver Download Seite

http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Patch:

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6)

https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Patch:

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384)

https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

CVE-2017-5754: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Rogue Data Cache Load’ ab, wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Meltdown’ genannt und betrifft Intel
Mikroprozessoren. AMD Mikroprozessoren scheinen aufgrund von
Architektur-Unterschieden nicht angreifbar zu sein. Die Schwachstelle liegt
darin begründet, dass für diese Prozessoren Pagetable-Berechtigungsprüfungen
nur ausgeführt werden, wenn die jeweilige Instruktion ‘retired’ wird, die
Ergebnisse einer Instruktion also dem Rest des Systems zur Verfügung
gestellt werden. Das ist für spekulative Instruktionen generell nicht der
Fall, da ein ‘retire’ erst erfolgen kann, wenn die für die Ausführung
gemachte Annahme bestätigt wurde. Ein lokaler, nicht authentisierter
Angreife kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Kernelspeicher vom Userspace
aus zu lesen, ohne den Kontrollfluss des Kernelcodes umzuleiten und dadurch
beliebigen Programmcode mit den höchsten Privilegien auszuführen.

CVE-2017-5753: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall des ‘Bounds Check Bypass’ ab und wird im
Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt auf,
wenn der Branch Predictor, der dem Prozessor die wahrscheinlichsten
zukünftigen Intruktionszweige zuspielt, manipuliert wird. Sie erfordert die
Existenz eines bestimmten Programmcodepatterns in der jeweiligen
Implementierung der spekulativen Instruktionsausführung oder die Generierung
eines entsprechenden Patterns über einen Interpreter oder eine
Just-in-Time-Engine. Ein vermutlich nicht authentisierter Angreifer im
benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle ausnutzen, um spekulative
Instruktionen vom Betriebssystem oder Hypervisor hinter Speicher- und
Sicherheitsgrenzen zur Ausführung zu bringen und auf privilegierten Speicher
zuzugreifen.

CVE-2017-5715: Schwachstelle in Implementierung der spekulativen
Instruktionsausführung für Mikroprozessoren ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Die Implementierung für die leistungssteigernde Technik ‘speculative
Execution of Instructions’ für verschiedene Mikroprozessordesigns ist
fehlerhaft. Bei der ‘speculative Execution of Instructions’ werden Annahmen
über das Ergebnis einer anderen Operation getroffen und zur Ausführung der
Instruktion verwendet. Treffen die Annahmen zu, ist das Ergebnis eine
Beschleunigung der Verarbeitung. Treffen die Annahmen nicht zu, muss die
Instruktion zurückgesetzt werden. Der Fehler in der Implementierung besteht
darin, dass Seiteneffekte der Ausführung der Instruktion bestehen bleiben.
U.a. werden Änderungen am TLB (Translation Lookaside Buffer) nicht
zurückgesetzt.
Diese Schwachstelle deckt den Fall der ‘Branch Target Injection’ ab und wird
im Kontext der Veröffentlichung ‘Spectre’ genannt. Die Schwachstelle tritt
auf, wenn durch den betroffenen Programmcode ein indirekter Zweig (Branch)
vorliegt, dessen Zieladresse aus dem Speicher geladen wird. Durch Spülen
(flushing) der Cache-Zeile mit der entsprechenden Adresse aus dem Speicher
fehlt der CPU bei Erreichen des Zweigs das Sprungziel, so dass bis zur
notwendigen erneuten Berechnung der Adresse spekulativ Anweisungen
ausgeführt werden. Die dabei erfolgenden Speicherzugriffe allozieren auch
dann Speicher im Level 1 Data Cache des Mikroprozessors, wenn die
spekulativen Instruktionen später verworfen werden. Ein vermutlich nicht
authentisierter Angreifer im benachbarten Netzwerk kann diese Schwachstelle
ausnutzen, um Kernel-Programmcode an einer von ihm selbst kontrollierten
Speicheradresse zur Ausführung zu bringen und privilegierten Speicher unter
Umgehung der Syscall-Grenzen zu lesen. Die ausgespähten Informationen können
für weitere Angriffe verwendet werden.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2018-0020/

Fedora Security Update FEDORA-2018-22d5fa8a90 (Fedora 27,
kernel-4.14.11-300.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-22d5fa8a90

Fedora Security Update FEDORA-2018-8ed5eff2c0 (Fedora 26,
kernel-4.14.11-200.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2018-8ed5eff2c0

Microsoft Security Advisory ADV180002: Guidance to mitigate speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV180002

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0007 (RHEL 7, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0007

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0008 (RHEL 6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0008

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0009 (RHEL 7.3, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0009

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0010 (RHEL 7.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0010

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0011 (RHEL 6.7 EUS, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0011

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0017 (RHEL 6.6, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0017

Red Hat Security Update RHSA-2018:0016 (RHEL 7, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0016

An Update on AMD Processor Security:
https://www.amd.com/en/corporate/speculative-execution

Intel Security Advisory INTEL-SA-00088: Speculative Execution and Indirect
Branch Prediction Side Channel Analysis Method:
https://security-center.intel.com/advisory.aspx?intelid=INTEL-SA-00088&languageid=en-fr

Microsoft Support: Important information regarding the Windows security
updates released on January 3, 2018 and anti-virus software:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072699/important-information-regarding-the-windows-security-updates-released

Microsoft Support: SQL Server Guidance to protect against speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4073225/guidance-for-sql-server

Microsoft Support: Windows Client Guidance for IT Pros to protect against
speculative execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/de-de/help/4073119/windows-client-guidance-for-it-pros-to-protect-against-speculative-exe

Microsoft Support: Windows Server Guidance to protect against the speculative
execution side-channel vulnerabilities:
https://support.microsoft.com/en-us/help/4072698/windows-server-guidance-to-protect-against-the-speculative-execution-s

Project Zero: Reading privileged memory with a side-channel (technische
Informationen zu den Schwachstellen):
https://googleprojectzero.blogspot.de/2018/01/reading-privileged-memory-with-side.html

Schwachstelle CVE-2017-5715 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5715

Schwachstelle CVE-2017-5753 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5753

Schwachstelle CVE-2017-5754 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5754

Xen Security Advisory XSA-254: Information leak via side effects of
speculative execution:
http://xenbits.xen.org/xsa/advisory-254.html

Debian Security Advisory DSA-4078-1 (Debian ‘Stretch’ 9.3, linux):
https://www.debian.org/security/2018/dsa-4078

NVIDIA Security Bulletin: NVIDIA GPU Display Driver Security Updates for
Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4611

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2018-0007 (Oracle Linux 7, kernel):
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2018-0007.html

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0018 (RHEL 6.4, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0018

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0020 (RHEL 6.2, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0020

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0021 (MRG 2, kernel-rt):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0021

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0022 (RHEL 6.5, kernel):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0022

Apple: About speculative execution vulnerabilities in ARM-based and Intel CPUs:
https://support.apple.com/en-us/HT208394

F5 Networks Security Advisory K91229003: Side-channel processor
vulnerabilities CVE-2017-5715, CVE-2017-5753, and CVE-2017-5754:
https://support.f5.com/csp/article/K91229003

FortiGuard Labs PSIRT Advisory FG-IR-18-002:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-18-002

IBM PSIRT Blog: Potential CPU Security Issue:
https://www.ibm.com/blogs/psirt/potential-cpu-security-issue/

NVIDIA Security Notice: Speculative Side Channels:
http://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/4609

Ubuntu Updates for the Meltdown / Spectre Vulnerabilitie:
https://insights.ubuntu.com/2018/01/04/ubuntu-updates-for-the-meltdown-spectre-vulnerabilities/

Arm Processor Security Update: Vulnerability of Speculative Processors to
Cache Timing Side-Channel Mechanism:
https://developer.arm.com/support/security-update

Google Product Status: Google’s Mitigations Against CPU Speculative Execution
Attack Methods:
https://support.google.com/faqs/answer/7622138#overview

Juniper Security Bulletin JSA10842:
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10842&actp=RSS

Sophos Advisory: Kernel memory issue affecting multiple OS (aka F**CKWIT,
KAISER, KPTI, Meltdown & Spectre):
https://community.sophos.com/kb/en-us/128053

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0044 (RHEV 3.X for RHEL-7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0044

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0045 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
rhvm-appliance):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0045

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0046 (RHEV 3.X for RHEL-6 and RHEL-7,
rhev-hypervisor7):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0046

Red Hat Security Advisory RHSA-2018:0047 (RHEV 4.X, RHEV-H for RHEL 7,
redhat-virtualization-host):
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2018:0047

NVIDIA Driver Download Seite:
http://www.nvidia.com/Download/index.aspx

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0005 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-105.0.30.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000817.html

Oracle VM Security Advisory OVMSA-2018-0006 (Oracle VM 3.4, xen
4.4.4-155.0.12.el6):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2018-January/000816.html

Ubuntu Security Notice USN-3521-1 (nvidia-graphics-drivers-384):
https://usn.ubuntu.com/usn/usn-3521-1/

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