Bootloader-Suite: Syslinux 3.70 integriert GPXE/Etherboot

Der Linux-Entwickler H. Peter Anvin hat Version 3.70 seiner Bootloader-Suite Syslinux veröffentlicht. Die neue Release bringt unter anderem erweiterte Methoden für das Booten aus dem Netzwerk mit.

Zu diesem Zweck hat Anvin den Open-Source-Loader GPXE in den Bootloader PXELinux integriert. Damit lassen sich Netzwerk-Dateien nicht nur über TFTP booten, sondern auch per HTTP, Dateinamen lassen sich dabei im URL-Stil angeben. Die Übertragung per HTTP funktioniert auch bei Kerneln von mehreren MByte Größe. Die erstmalige Integration con GPXE-/Etherboot-Code ist derzeit jedoch noch experimentell. Weitere GPXE-Bootmethoden wie der Start aus einem SAN über I-SCSI oder ATA over Ethernet (AoE) sind noch nicht umgesetzt.

Syslinux unterstützt nun lange VFAT-Dateinamen, der Chainloader “chain.c32” kann DOS und Windows nun auch von der zweiten Festplatte booten. Das System für komplexe Menüs und die Unterstützung für USB-Tastaturen erfuhren Nachbesserungen. Daneben hat H. Peter Anvin den Quellcode umstrukturiert und die unterschiedlichen Bootmethoden in einzelnen Verzeichnissen abgelegt.

Weitere Details verzeichnet das Changelog auf der Syslinux-Homepage. Syslinux 3.70 steht unter GPLv2 im Utility-Bereich der Kernel-Homepage zum Download als Quelltext-Archiv bereit.

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