
Unter dem Motto Heiter bis Wolkig stellte Dietrich Schmitt, Vice President der Unisys Deutschland, anhand einer Sicherheitswetterkarte die teilweise überraschenden Ergebnisse der aktuellen Security-Index-Studie vor. Im Auftrag von Unisys hatten Marktforscher 13000 Personen weltweit befragt, darunter 6000 Europäer.
In Europa liegen die Deutschen vorne, zumindest, was die Sorgen um die Sicherheit angeht. Der Unisys Security Index brachte mit einer Umfrage unter 7000 Europäern erstaunliche Ergebnisse an den Tag: Die Nationale Sicherheit tritt dabei weit in den Hintergrund, während Ängste um Datenschutz und -diebstahl deutlich dominieren und zunehmen, vor allem wenn mobile Geräte im Einsatz sind.
Zum zweiten mal nach 2007 hat der Sicherheitsdienstleister Unisys den Security Index erstellen lassen. Die Ergebnisse präsentierte jetzt Dietrich Schmitt, Vizepräsident von Unisys Deutschland in den Räumen des deutschen Wetterdienstes anhand einer Europakarte mit dem passenden Motto: “Heiter bis Wolkig “.

Unter dem Motto Heiter bis Wolkig stellte Dietrich Schmitt, Vice President der Unisys Deutschland, anhand einer Sicherheitswetterkarte die teilweise überraschenden Ergebnisse der aktuellen Security-Index-Studie vor. Im Auftrag von Unisys hatten Marktforscher 13000 Personen weltweit befragt, darunter 6000 Europäer.
Von Wolkenlos (Frankreich) bis regnerisch-trüb (Deutschland) reicht dabei die Sicherheits-Großwetterlage in Europa. Im Klartext bedeutet das: Franzosen machen sich nach den Ergebnissen der Umfrage am wenigsten Sorgen um Ihre Sicherheit, während die Deutschen die größten Bedenkenträger darstellen, und mehr als doppelt so viel Ängste äußern wie Ihre westlichen Nachbarn.
Insgesamt blieb zwar die gefühlte Sicherheitslage der Europäer seit der letzten Studie 2007 gleich, aber die Prioritäten verschoben sich: Waren 2007 Nationale Sicherheit und Terrorismus noch wichtige Themen, so tauchen diese 2008 nur mehr auf den hinteren Plätzen auf. Die Bürger der EU machen sich heute am meisten Gedanken über ihre finanzielle und persönliche Sicherheit, sowie Internetsicherheit und mobile Geräte.
Zwar sind immer noch 54 Prozent der Deutschen besorgt um die nationale Sicherheit, aber angesichts der 78 Prozent, die “höchste Sicherheitsbedenken in Bezug auf den unerlaubten Zugriff oder Missbrauch von persönlichen Daten” haben, tritt das in den Hintergrund. Ohne die Altergruppe der 35-55-Jährigen, machen sich darüber sogar knapp 84 Prozent größte Sorgen. Damit liegt Deutschland mit erheblichem Vorsprung an erster Stelle und rangiert auch deutlich vor den USA, wo die nationale Sicherheit traditionell eine größere Rolle spielt. In Deutschland nur 21 Prozent der Befragten der Meinung “Deutschland ist in Gefahr”, während dem in den USA fast drei Viertel zustimmen.
An zweiter Stelle der Sicherheitsbedenken stehen die finanzielle Sicherheit, zum Beispiel Kreditkartenbetrug (72 Prozent) und Computerviren und Spam (62 Prozent). Sehr schlecht schneiden dabei die mobilen Geräte ab. 64 Prozent der Deutschen würden ein mobiles Gerät nicht zum Banking verwenden, wobei das Misstrauen nicht den Banken gilt: Fast zwei Drittel glauben, die Banken gestalten auch mobile Transaktionen sicher, aber nur jeder zehnte vertraut den Providern. noch schlechter kommen Retailer und Online Shops weg, nur 4 bis 9 Prozent halten diese für sicher und vertrauenswert.
In anderen Europäischen Ländern sieht das anders aus, Franzosen machen sich generell weniger Sorgen um ihre Sicherheit als die Deutschen. 53 Prozent haben hier keine Angst vor Kreditkartenbetrug, nur 10 Prozent sind um die nationale Sicherheit besorgt,nur jeder fünfte hat Angst vor Computerviren und nur ein Drittel fürchtet den Datendiebstahl oder Missbrauch. Interessanterweise würden aber 84 Prozent der Franzosen mobile Geräte nicht für finanzielle Transaktionen verwenden.
Die Studie zeige, so Schmitt, dass hier eine große Diskrepanz zwischen den technischen Möglichkeiten und dem Vertrauen der Bürger bestehe. Der allgegenwärtige Forderung nach mehr Transparenz und Kontrolle stehe die Wahrung von Rechten und Freiheiten gegenüber. Mit zunehmendem Einsatz von modernen Techniken steigt die Komplexität der Systeme und damit auch deren Risikopotential. Gleichzeitig bedürfe es einen neuen, transparenteren Ansatz in vielen Unternehmen, der mit neuer Offenheit den Bürgern durch zahlreiche Schlagzeilen verlorenes verlorenes Vertrauen wiedergebe.
Der IT-Security-Dienstleister Unisys plant, die Umfrage regelmässig erstellen zu lassen, um so auch langfristige Trends und Tendenzen kenntlich zu machen. Für die Befragung 2008 wurden 13000 zufällig ausgewählte Teilnehmer telefonisch befragt, 6000 davon in Europa, 1000 in Deutschland. Detaillierte Ergebnisse können auf der Webseite des Security Index heruntergeladen werden.



