Die Markforscher von Gartner haben ihre vorläufigen Statistiken zum weltweiten PC-Markt veröffentlicht. 71,1 Millionen Geräte bedeuten 12 Prozent Wachstum im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahresquartal.
In den USA beobachteten die Gartner-Analysten erste Einflüsse der dort herrschenden Rezession. Die 15 Millionen in den Staaten verkauften Geräte entsprechen einem verlangsamten Wachstum von rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der als EMEA abgekürzte Markt, der Europa, den mittleren Osten und Afrika bezeichnet, hat mit rund 15 Prozent Zuwachs die Erwartungen übertroffen. 25 Millionen verkaufte PCs stehen dahinter. Insbesondere günstige Notebook-Angebote haben die Kunden zum Kauf verlockt, glaubt Gartner: Dass Hersteller wie Dell und Lenovo sich im Preiskampf befinden, habe sich auf die Angebote aller Hersteller ausgewirkt.
Kauffreudig zeigte sich auch Lateinamerika, dort wuchs der Markt um 19 Prozent, was ebensovielen verkauften Rechnern entspricht. Die Kunden dort ließen ihre Kauflaune auch nicht von Schulferien und – in Brasilien – dem Karneval schwächen. Die Nachfrage wird dort nach Einschätzung von Gartner auch durch außerordentlich günstige Finanzierungsangebote von lokalen Händlern angetrieben.
Bei den großen überregionalen Herstellern dominiert Hewlett-Packard in der weltweiten Betrachtung mit einem Marktanteil von 18,3 Prozent klar vor Dell (15 Prozent), Acer (6,7) und Lenovo (4,7). In der separaten Betrachtung des US-Markts hat sich Dell die Spitzenposition mit 31 Prozent Anteil gesichert, HP belegt Platz zwei mit 25 Prozent.
Gartner hat seine Zahlen zum PC-Markt als vorläufig betitelt. Die endgültige Fassung der Statistik soll in Kürze folgen.



