Von 15. bis 17. Juli lädt das EU-Projekt Self (Science, Education and Learning in Freedom) nach Barcelona ein, um Lehr- und Lernmaterialien für Open Source voran zu bringen.
Gewünscht sind noch Einsendungen wie Studien, Erörterungen oder Präsentationen rund um Open Source, Bildung und Training. Die Veranstalter betiteln ihre Bildungskonferenz mit “Free Knowledge, free Technology: Education for a free information society”. Sie richten sich an Regierungsvertreter, Schul- und Hochschullehrer, Computerfirmen, Verlage und Organisationen. Ihr Ziel ist ein interdisziplinäres und internationales Netzwerk für Lehr- und Lernmaterialien rund um quelloffene Software. Ein erstes Konferenzprogramm soll bald online sein.
Auf den Webseiten des Projekts findet der Lehr- und Lerninteressierte neben dem Verweis auf die Konferenz-Webseite Informationen über das Projekt und zum Beispiel die bisherige Sammlung an Lehr- und Lernmaterialien. Die steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, denn zum Beispiel sind die Materialien einfach nach Alphabet sortiert und verschiedene Sprachen sind durcheinander gewürfelt.
Die Europäische Union gründete das Projekt Self auch erst im Sommer 2007. Mit dem Claim “Sharing knowledge about free software” haben sich Universitäten, Interessenvertreter und Freiwillige aus so verschiedenen Ländern wie Mexiko, Schweden und Indien mit Hilfe von EU-Fördergeldern zusammengeschlossen. Die Projektmitarbeiter wollen dafür sorgen, dass freie Dokumentationen und Lehrmaterialien auch nach Auslaufen der Fördermittel noch zur Verfügung stehen. Eine Community zu gründen, erscheint ihnen als geeigneter Weg, zitiert die europäische E-Government- Website des IDABC den Projektkoordinator Wouter Tebbens.
Das IDABC-Programm seinerseits ist ein originäres Projekt der Europäischen Kommission. Es soll Bürger und Unternehmen über grenzübergreifende öffentliche Dienste informieren. IDABC steht für Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Business and Citizens. Das Programm dauert von 2005 bis 2009. Ihren Einsatz für Open Source stellten die Projektleiterin Barbara Held und ein Mitarbeiter auf dem Linuxtag 2007 in Berlin vor (Linux-Magazin Online berichtete).



