Auf dem Weg zu Grub 2, der neuen Generation des Bootloaders, haben die Entwickler Version 1.96 veröffentlicht. Damit steht GNU Grub erstmals unter der GPL-Version 3.
Die neue Entwicklerversion beherrscht Multiboot2 und unterstützt nun auch die Dateisysteme NTFS und ReiserFS. Als Platformen sind LinuxBIOS, der Embedded-Rechner Efika des Herstellers Genesi sowie der so genannte 100-Dollar-Laptop OLPC dazugekommen. Die Bootloader-Emulation Grub-emu ist standardmäßig nicht mehr verfügbar, lässt sich aber als Option einkompilieren.
Bei Grub 2 handelt es sich um eine vollständige Neuimplementierung des Bootloaders. Sie setzt auf dem Forschungsprojekt PUPA auf. Ziele sind unter anderem Internationalisierung, Modularisierung und Unterstützung von Skripten. Die Entwickler brechen dabei bewusst die Rückwärts-Kompatibilität mit der ersten Grub-Generation, beispielsweise bei der Bezeichnung von Partitionen.
Das Grub 2 noch im Werden ist, empfehlen die Entwickler für den Produktiv-Einsatz allerdings die bisherige Bootloader-Software, die nun Grub Legacy heißt. Für Entwickler aber, die sich für die neue Grub-Generation interessieren, steht der jüngste Quellcode zum FTP-Download bereit.




