Der US-Marktforscher IDC sieht in Westeuropa ein wachsendes Interesse an Service-orientierten Architekturen (SOA). Der SOA-Markt sei aber gleichwohl schwer zu fassen.
Die klassischen Einsatzgebiete für SOA sind laut IDC nach wie vor Banken, Telekommunikationsunternehmen und Behörden. In diesen drei Sparten sei eine IT-Infrastruktur, die sich an den Erfordernissen von unterschiedlich gewichteten Dienstleistungen mit verschiedenen Teilnehmern, Kunden wie Mitarbeitern, orientiert, oft schon eingeführt oder es gibt Pläne dafür.
Einen Überblick über den SOA-Markt zu bekommen, fällt allerdings auch den Marktforschern schwer: 2077 Firmen mit mehr als 20 Angestellten in den fünf führenden westeuropäischen Ländern hat IDC befragt. Der Markt sei stark fragmentiert, haben die US-Spezialisten festgestellt. Das liegt teilweise auch daran, dass der Begriff SOA in vielen Unternehmen ein Fremdwort ist. Die Hälfte der von IDC für die SOA-Studie befragten Firmen wussten nichts damit anzufangen. Dennoch ergab die weitere Befragung ein steigendes Interesse an Service-orientierten Lösungen.
Bei Banken steht SOA dagegen außer Frage: 25 Prozent der Befragten haben eine SOA-Lösung, 21 Prozent entwickeln eine, 27 Prozent planen, in den nächsten 24 Monaten soweit zu sein. Der öffentliche Sektor zeigt mit 18 Prozent vorhandenen Architekturen, 8 Prozent in Entwicklung befindlichen und vor allem mit 26 Prozent für die nächsten 24 Monate geplanten Lösungen eine gesunde Nachfrage. Die Branchen Telekommunikation, Transport, Media und Güter sieht IDC ebenfalls als treibende Kräfte.
Als Hauptgründe für den Einsatz einer Service orientierten Architektur geben jeweils 26 Prozent der Befragten bessere Qualität der IT-Systeme und Kostensenkung an. Den Anbietern von SOA-Lösungen bescheinigt IDC gute Chancen, schon weil sich die Nachfrage auf neue Industriezweige erweitere. Die Studie ist kostenpflichtig.



