Yudit, ein vielseitiger Unicode-Texteditor für mehrsprachige Dokumente, ist in Version 2.90 erschienen.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Möglichkeit, für die Rechtschreibprüfung Hunspell einzusetzen. Dieser leistungsfähige Spellchecker beherrscht Unicode und kommt auch im Büropaket Open Office zum Einsatz. Ebenfalls neu ist Unterstützung für das Form-Feed-Zeichen beim Bearbeiten und beim Drucken. Die Auswahl des Highlighting-Modus für den Editor erfolgt nun in einem überarbeiteten Dialog.
Yudit ist unter GPL lizenziert und stammt von dem ungarischen Entwickler Gaspar Sinai. Er entwickelte im Jahr 1997 die erste Version seines Editors, weil er Ungarisch und Japanisch im selben Dokument schreiben wollte.
Mittlerweile ist das GPL-Programm in 31 Sprachen lokalisiert und unterstützt die Kinput2-Methode für das Schreiben von Japanisch und bietet Handschriftenerkennung. Die Software erlaubt auch bidirektionales Schreiben: Sprachen, die von rechts nach links geschrieben werden, beispielsweise Hebräisch und Arabisch, lassen sich mit europäischen Sprachen mischen. Dank Key-Input-Maps lassen sich Texte bereits beim Eintippen transliterieren, beispielsweise von der kyrillischen in die englische Schreibweise. Dazu liefert Yudit über 100 Maps mit, die die Anwender des freien Programms beigetragen haben. Das Programm kann Truetype- und Opentype-Schriftarten verwenden.
Yudit 2.90 steht auf der Download-Seite des Projekts als Qelltext-Archiv und Source-RPM zur Verfügung. Hinweise zum Kompilieren gibt die Installations-Anleitung. Daneben bietet der Entwickler auch einige fertige Binärpakete an, inklusive einer Version für Windows.


