Linux Foundation unterstützt Japan bei Open-Source-Entwicklung

Die Linux Foundation hat ein Abkommen geschlossen um japanische Entwickler in Zukunft in Sachen Linux und Open Source zu unterstützen.

Am 30. Oktober soll die frisch geschlossene Partnerschaft zwischen der Linux Foundation (LF) und dem von der japanischen Regierung eingesetzten Projekt Information-Technology Promotion Agency (IPA) offiziell starten. Auf dem IPA-Forum in Meiji Kinen-kan in Tokyo, Japan werden die Partner ihre konkreten Pläne zur Zusammenarbeit enthüllen.

Die Linux Foundation hat verkündet, mit der Partnerschaft den Anteil japanischer Entwickler an Linux- und Open-Source-Entwicklung steigern zu wollen. Die Zusammenarbeit wird sich auf die Bereiche Technologie-Entwicklung, Standardisierung und rechtliche Angelegenheiten beziehen.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, da das Interesse an Freier und Open-Source-Software in Japan höher ist denn je. Mehrere Beispiele würden belegen, dass immer mehr Elektronik-Hersteller Linux in ihren Geräte verwenden, so die LF in ihrer Mitteilung. Erst jüngst hätte die Börse Tokio entschieden, ein Linux-basiertes System für die nächste Generation ihrer Unternehmensanwendungen nutzen zu wollen. Im Juli dieses Jahres hat die japanische Regierung angekündigt, in allen Bereichen der Regierung auf offene Standards setzen zu wollen. Dafür räumte sie ein Budget in Höhe von 1,5 Trillionen Yen, umgerechnet 10,4 Milliarden US-Dollar ein. Auch soll ein Linux-basiertes System für die Verwaltung entwickelt werden.

“Japanische Unternehmen und Entwickler waren bereits vom ersten Moment an starke Unterstützer der Linux Foundation. Wir sind entschlossen Linux- und Open-Source-Entwickler in Japan noch stärker zu unterstützen,” sagt Jim Zemlin, Direktor der Linux Foundation, “Dieses Abkommen ist Teil der aggressiven regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Linux Foundation und ein wichtiger Schritt für die Open-Source-Gemeinschaft sich weiter zu vergrößern.”

Erst kürzlich hatte das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass Open-Source-Software im Jahr 2010 einen Anteil von 60 Prozent bei Kernanwendungen in Wirtschaft und Regierung im asiatischen Raum erreichen wird. Im Jahr 2004 habe der Anteil noch bei unter 15 Prozent gelegen.

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