Für 500 Millionen US-Dollar hat das amerikanische Unternehmen Citrix den Virtualisierungsanbieter XenSource gekauft.
Der Kauf wird zum Teil durch Aktienoptionen und Barmittel finanziert, hiervon sind 107 Millionen US-Dollar zur Übertragung in Aktienoptionen vorgesehen. Die Übernahme soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Citrix ist Anbieter von proprietären Thin-Client-Lösungen. XenSource bietet freie und kommerzielle Virtualisierungs-Software und Dienstleistungen an. Die Virtualisierungstechnologie von XenSource sieht Citrix nahtlos an die eigenen Angebote anschließen.
In der Mitteilung zum Kauf weist das Unternehmen auf die “starke Partnerschaft mit Microsoft und die Verpflichtung für die Windows-Plattform hin. Das Xen-Team soll nach der Übernahme für Interoperabilität mit dem geplanten Microsoft-Hypervisor “Viridian” sorgen. Nach der Übernahme soll das XenSource-Team bei Citrix die neue Abteilung Virtualisierung & Management bilden, wobei der bisherige XenSource-Chef Peter Levine die neue Abteilung leiten und direkt an den Citrix-Präsidenten Mark Templeton berichten soll. Auch unter dem Dach von Citrix soll Xen-Projektchef Ian Pratt die bisherige Open-Source-Strategie weiterführen.
XenSource hat für kommende Woche die neue Version der kommerziellen Variante der Hypervisor-Software XenEnterprise v4 angekündigt. Gleichzeitig hatte das Unternehmen berichtet, die Kundenbasis innerhalb der letzten drei Monate auf 650 verdoppelt zu haben. Entsprechend hoch sind die Erwartungen auf Käuferseite: Citrix rechnet bereits 2008 mit einer Umsatzsteigerung von 50 Millionen US-Dollar.


