Neo 1973: Open-Source-Handy von FIC vorab für Entwickler

Neo 1973, ein auf Linux-basierendes Mobiltelefon des Openmoko-Projekts, das der taiwanische Hersteller FIC betreibt.

Gut ein Jahr nach dem Start steht das Open-Source-basierte Mobiltelefon des Openmoko-Projekts vor der Marktreife.

Das teilt Projektinitiator Sean Moss-Pultz in in der OpenMoko-Mailingliste mit. Am 9. Juli soll die Webpräsenz Openmoko.com starten, auf der die ersten Bestellungen für das Neo 1973 angenommen werden sollen. Für Produktion und Vertrieb des Mobiltelefons will der taiwanesische Elektronikhersteller FIC eine Tochtergesellschaft gründen. Die ersten 400 Exemplare des Open-Source-Telefons Neo 1973 seien fertiggestellt, heißt es von FIC, weitere 600 würden in der nächsten Woche folgen.

Neo 1973, ein auf Linux-basierendes Mobiltelefon des Openmoko-Projekts, das der taiwanische Hersteller FIC betreibt.

Neo 1973, ein auf Linux-basierendes Mobiltelefon des Openmoko-Projekts, das der taiwanische Hersteller FIC betreibt.

In zwei verschiedenen Versionen soll das FIC Neo 1973 vertrieben werden. Die Grundversion wird alles enthalten, was (Software-) Entwickler benötigen und für circa 300 US-Dollar zu haben sein. Im Lieferumfang sind neben dem Telefon mit Akku unter anderem ein Eingabestift, ein Headset, ein Ladegerät, ein USB-Anschlusskabel und eine 512 MByte MicroSD-Karten. Die erweiterte Version richtet sich an Hardware-Entwickler und enthält zusätzlich ein Debug-Board mit JTAG- und seriellem Anschluss sowie spezielles Werkzeug um das Gerät auseinanderzunehmen. Der Preis für die erweitere Version soll bei 450 US-Dollar liegen.

Das Telefon ist mit einem 2,8-Zoll-Touchscreen-Display ausgestattet und wird von einer mit 266 MHz getakteten CPU von Samsung angetrieben. 128 MByte RAM und 64 MByte Flashspeicher stehen zur Verfügung. Bluetooth 2.0, USB 1.1 und GPS vervollständigen die Ausstattung des Quad-Band-GSM-Handys.

Für Oktober ist eine zweite, verbesserte Hardwarerevision geplant, die dann auch den Massenmarkt bedienen wird. Sie soll neben leistungstärkerer CPU, einen 3D-Grafikbeschleuniger, WLAN b/g, 256 MByte Flash und zwei Bewegungssensoren enthalten. Der Preis wird um circa 150 US-Dollar steigen.

Trotz der Verzögerungen, die das Projekt bisher schon hatte und Problemen, die noch vor ihm liegen, hat Moss-Pultz drei weitere Handymodelle für das nächste Jahr angekündigt. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

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