Audacity 2.2.0 vereinfacht die Oberfläche

Neben einem neuen Logo und Themes bringt Audacity 2.2.0 auch einige Verbesserungen unter der Haube mit. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, Midi- und Allegro-Dateien in Note Tracks zu importieren.

Der Import von Midi-Dateien in Audacity funktioniert allerdings nur unter Windows ohne Nachhilfe. Linux- und Mac-Anwender benötigen zusätzlich einen Software-Synthesizer. Wie Linux-Nutzer Note Track aktivieren, erklärt eine Wiki-Seite. Wer in Wellenformen bis auf die einzelnen Punkte hineinzoomt, erhält nun die Möglichkeit, die Welle als Stem Plott mit vertikalen Linien für die Amplituden anzuschauen oder als Dotted Plot, bei dem diese Linien fehlen.

Auch an der Benutzbarkeit haben die Entwickler gefeilt. Die Menüs sind einfacher aufgebaut, zudem sind zwei von ihnen versteckt. Der User muss sie explizit über “View > Extra Menus (on/off)” aktivieren. Braucht er Hilfe, weil er eine bestimmte Funktion nicht versteht, helfen nun kleine Fragezeichen-Buttons mit Erklärungen. Vn den Shortcuts soll es künftiger weniger geben, ein so genanntes Standardset. Braucht der Nutzer weitere Shortcuts, setzt er die Konfiguration von “Standard” auf “Full”.

Weniger nachvollziehbar ist die neue Fehlermeldung: “Audacity failed to write to a file in <device>”. Sie soll laut den Release Notes deutlicher machen, dass der Festplattenplatz zur Neige geht. Nichtsahnende User könnten aber auch fälschlich annehmen, dass hier Rechte oder Mountpunkte falsch gesetzt sind, insofern schießt die Meldung etwas am Ziel vorbei.

Ansonsten teilt Audacity 2.2.0 Stereotracks nun zwei Monotracks auf, lässt Nutzer die Spektrogrammfarben ändern, führt neue Möglichkeiten für den Umgang mit Clips ein, hängt neue Aufnahmen nun standardmäßig an die gerade ausgewählte Spur und verbessert die Auswahloptionen im “Selection”-Menü. Herunterladen lässt sich die Software über die Downloadseite.

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