WPA2-Protokoll unsicher

Das WPA2-Protokoll gilt im Vergleich zu seinen Vorgängern wie WPE als sehrsicher und ausgereift. Es gibt hierzu auch verschiedene formale, kryptografische Beweise, die die Sicherheit des Verfahrens mathematisch darlegen. Dies hat WPA2 als Standard für WLAN-Übertragungen etabliert. Der ganze Trick der jetzt bekannt gewordenen KRACK-Attacke gegen WPA2 besteht darin, die Kommunikationspartner dazu zu bringen zweimal denselben Wert an Stelle eines  “Number used Once” (Nonce) zu verwenden. 

Das ist in der Tat möglich, wie  nun von zwei belgischenForschern demonstriert haben. Sie setzen in ihrer Attacke direkt beim Austausch der Nonce zwischen den beiden Kommunikationspartner an. Konkrekt muss ein Angreifer die Initialisierung der Verbindung inklusive Nonce-Austausch so stören, damit der Client eine sogennente Key Reinstallation durchführt.  Der Client denkt dabei, dass
etwas bei der Initialisierung schief lief. Daraufhin verwendet er noch einmal denselben Nonce-Wert für einen zweiten Anlauf.

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