Mit einer neuen Server-Familie versucht Sun Microsystems seine Position im Workload-Computing,besonders im datenintensiven Bereich zu stärken.
Die Rechner der neuen M-Series, die am Dienstag auf mehreren Pressekonferenzen weltweit vorgestellt wurden, entwickelte Sun zusammen mit dem langjährigen Partner Fujitsu. Unter verschiedenen Labels werden sie von beiden Firmen ab sofort vermarktet.
Die Hochleistungsrechner eignen sich besonders für Data-Warehouses, Client-Server-Anwendungen oder große Datenbanken, denn sie bieten den in diesem Bereich geforderten hohen Datendurchsatz mit einer I/O-Bandbreite von bis zu 244 GByte/Sekunde und eine herausragende Verfügbarkeit. Dadurch können auch auf Einzelsystemen geschäftskritische Anwendungen sicher laufen. Der Hauptspeicher ist von 16 GByte bis zu zwei TByte ausbaubar. Es lassen sich 64 Sockets mit SPARC64-VI-CPUs (zusammen 128 Cores) bestücken. Diese Prozessoren haben Eigenschaften, die man bisher nur im Mainframe -Bereich kannte. So sorgt ein „Instruction Level Retry“ getaufter Mechanismus beispielsweise dafür, dass fehlgeschlagene
Operationen automatisch wiederholt werden.
Alternativ dürfen aber auch verschiedene Sparc-CPU-Generationen und Boards unterschiedlicher Leistungsklassen gemischt werden. Als Betriebssystem dient Solaris, das Sun auf allen Plattformen einsetzt. Die Server lassen sich hardwaremäßig partitionieren – was den geringsten
Overhead verursacht – oder durch Solaris Zones virtualisieren. Zum Portfolio gehören die beiden Midrange-Systeme M4000 und M5000 sowie die High-End-Rechner M8000 und M9000. Die Einstiegspreise sollen im Bereich ab etwa 50.000 Euro liegen.




