Organisierte Kriminalität: BSI warnt vor CEO Fraud

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Betrugsmasche namens CEO Fraud, mit der Firmenmitarbeiter zu Überweisungen im vermeintlichen Auftrag des Chefs ausführen sollen. Dem BSI liegt nach eigenen Angaben eine Liste von 5000 potenziellen Opfern vor.

Die kriminellen Täter versuchten derzeit, Entscheidungsträger in Unternehmen so zu manipulieren, dass diese vermeintlich im Auftrag des Top-Managements Überweisungen von hohen Geldbeträgen veranlassen, teilt das BSI mit. Es sei den Behörden nun gelungen, im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen die organisierte Kriminalität in den Besitz einer Liste mit rund 5.000 potenziellen Zielpersonen zu gelangen, heißt es weiter. Das BSI informiere derzeit die Betroffenen über die akute Gefährdung.

Beim CEO Fraud werden vorrangig Mitarbeiter aus der Buchhaltung oder dem Rechnungswesen adressiert, teil das BSI mit. Diese Mitarbeiter werden vermeintlich vom Vorstand, Geschäftsführer oder einer sonstigen Führungskraft des eigenen Unternehmens telefonisch oder per E-Mail angewiesen, eine größere Summe von einem Geschäftskonto auf ein fremdes Konto zu überweisen. Die Kontaktdaten der Zielpersonen und der vorgetäuschten Absender werden häufig durch öffentlich verfügbare Informationen auf der Webseite des Unternehmens, in Online-Karriereportalen, in Sozialen Netzwerken, in Handelsregistereinträgen oder auch durch direkte Anrufe im Unternehmen gewonnen.

Laut Bundeskriminalamt (BKA) seien durch CEO Fraud allein in den letzten Monaten Schäden in Millionenhöhe entstanden.

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