DFN-CERT-2017-0795 BIG-IP Advanced Firewall Manager (AFM), BIG-IP Application Security Manager (ASM): Mehrere Schwachstellen ermöglichen u.a. das Löschen beliebiger Dateien [Netzwerk]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Betroffene Software:

F5 Networks BIG-IP Advanced Firewall Manager (AFM) < 12.1.2 HF1 F5 Networks BIG-IP Advanced Firewall Manager (AFM) < 13.0.0 F5 Networks BIG-IP Application Security Manager (ASM) < 12.1.2 HF1 F5 Networks BIG-IP Application Security Manager (ASM) < 13.0.0 F5 Networks BIG-IP Protocol Security Module (PSM) >= 11.4.0
F5 Networks BIG-IP Protocol Security Module (PSM) <= 11.4.1 Betroffene Plattformen: F5 Networks BIG-IP Systeme Mehrere Schwachstellen in verschiedenen Komponenten von BIG-IP-Produkten betreffen auch den BIG-IP Advanced Firewall Manager (AFM), den BIG-IP Application Security Manager (ASM) und das BIG-IP Protocol Security Module (PSM). Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann diese Schwachstellen für verschiedene Denial-of-Service (DoS)-Angriffe ausnutzen. Eine der Schwachstellen ermöglicht dem Angreifer die Löschung beliebiger Dateien auf betroffenen Systemen. Darüber hinaus existiert eine Schwachstelle, die einem entfernten, einfach authentisierten Angreifer die Eskalation seiner Privilegien ermöglicht. Die Schwachstellen betreffen unterschiedliche Programmversionen der betroffenen Produkte. Mit Ausnahme von CVE-2004-0790 können die Schwachstellen durch Updates auf die Versionen 13.0.0 oder 12.1.2 HF1 von BIG-IP AFM und BIG-IP ASM behoben werden. CVE-2004-0790 war bereits in früheren Versionen der Software behoben, wurde aber durch eine Regression mit dem Versionszweig 12.x wieder eingeführt und mit 12.1.2 HF1 und 13.0.0 HF1 behoben. Hier wird die neue Datenbankvariable 'Pva.ValidateTcpSeqInICMP' eingeführt, welche die Verwundbarkeit durch die Schwachstelle mitigiert, wenn sie auf 'true' gesetzt ist. Für einige FastL4-Verbindungen muss diese allerdings auf 'false' gesetzt werden; solche Systeme bleiben durch CVE-2004-0790 verwundbar. BIG-IP PSM 11.4.0 - 11.4.1 ist nur von CVE-2017-9250 betroffen, dieses Produkt wird allerdings nicht mehr unterstützt (End-of-Sale). Weitere Informationen zu betroffenen Versionen finden sich in den referenzierten Sicherheitshinweisen von F5 Networks. Patch: F5 Networks Security Advisory K23440942 https://support.f5.com/csp/article/K23440942

Patch:

F5 Networks Security Advisory K41107914

https://support.f5.com/csp/article/K41107914

Patch:

F5 Networks Security Advisory K51351360

https://support.f5.com/csp/article/K51351360

Patch:

F5 Networks Security Advisory K55792317

https://support.f5.com/csp/article/K55792317

Patch:

F5 Networks Security Advisory K82851041

https://support.f5.com/csp/article/K82851041

CVE-2017-9250: Schwachstelle in BIG-IP-Systemen ermöglicht Löschen
beliebiger Dateien

Durch einen nicht näher spezifizierten Mechanismus ist es einem entfernten,
nicht authentisierten Angreifer mit Zugang zum Configuration Utility oder zu
iControl (über REST und SOAP) möglich, beliebige Dateien betroffener Systeme
zu löschen.

CVE-2017-6137: Schwachstelle in Traffic Management Microkernel (TMM)
ermöglicht Denial-of-Service-Angriff

Während der SYN-Cookie-Schutzmechanismus der Software aktiviert ist, kann
die Verfügbarkeit des Traffic Management Microkernel (TMM) von F5
BIG-IP-Systemen auf bestimmten Plattformen in bestimmten Konfigurationen
unterbrochen werden. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann
mit HIlfe spezieller Muster im Datenverkehr einen Denial-of-Service
(DoS)-Angriff ausführen.

CVE-2016-9253: Schwachstelle in Websocket ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff

Die Verfügbarkeit virtueller Server, die Websocket-Datenverkehr verarbeiten,
lässt sich durch bestimmte Muster im Datenverkehr unterbrechen. Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann dadurch einen
Denial-of-Service (DoS)-Angriff durchführen.

CVE-2016-9251: Schwachstelle in BIG-IP-Systemen ermöglicht
Privilegieneskalation

Ein entfernter, einfach authentisierter Angreifer kann eine Schwachstelle in
der REST-Schnittstelle von iControl ausnutzen, um seine Privilegien zu
eskalieren.

CVE-2004-0790: Schwachstelle in TCP/IP-Implementierung ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff

Durch das Senden von gefälschten ICMP-Paketen, die einen ‘Hard Error’
anzeigen, kann ein Angreifer den Abbruch einer bestehenden TCP-Verbindung
erreichen (Denial-of-Service). Prinzipiell handelt es sich dabei um ein
standardkonformes Verhalten, so dass lediglich eine genauere Prüfung der
Konsistenz und des Absenders des Paketes vorgenommen werden kann, um
Angriffe dieser Art zu erschweren. Ein entfernter, nicht authentisierter
Angreifer kann einen Denial-of-Service Angriff durchführen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0795/

F5 Networks Security Advisory K23440942:
https://support.f5.com/csp/article/K23440942

F5 Networks Security Advisory K41107914:
https://support.f5.com/csp/article/K41107914

F5 Networks Security Advisory K51351360:
https://support.f5.com/csp/article/K51351360

F5 Networks Security Advisory K55792317:
https://support.f5.com/csp/article/K55792317

F5 Networks Security Advisory K82851041:
https://support.f5.com/csp/article/K82851041

Schwachstelle CVE-2004-0790 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2004-0790

Schwachstelle CVE-2016-9251 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9251

Schwachstelle CVE-2016-9253 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9253

Schwachstelle CVE-2017-6137 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-6137

Schwachstelle CVE-2017-9250 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-9250

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