Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
Linux-Kernel
Betroffene Plattformen:
Oracle Linux 5
Oracle Linux 6
Oracle VM Server 3.2
Eine der Schwachstellen im Linux-Kernel kann von einem entfernten, nicht
authentisierten Angreifer, die andere von einem lokalen, einfach
authentisierten Angreifer ausgenutzt werden. Der Angreifer kann über die
Schwachstellen beliebigen Programmcode mit den Rechten des Dienstes zur
Ausführung bringen, sich möglicherweise Administratorrechte aneignen und
damit das betroffene System komplett kompromittieren.
Für Oracle Linux 5 (i386, x86_64), Oracle Linux 6 (i386, x86_64) und Oracle
VM 3.2 stehen Backport-Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel in Form von
‘2.6.39-400.294.7’-Paketen zur Verfügung, um diese Schwachstellen zu
beheben.
Patch:
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-3538
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-3538.html
Patch:
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2017-0061 (Oracle VM 3.2)
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2017-April/000677.html
CVE-2016-10229: Schwachstelle im Kernel Networking-Subsystem ermöglicht
komplette Systemübernahme
Im Networking-Subsystem des Kernels (‘udp.c’) existiert eine nicht näher
spezifizierte Schwachstelle bei der Verarbeitung von UDP-Netzverkehr
aufgrund einer unsicheren Berechnung einer zweiten Check-Summe während der
Ausführung eines ‘recv’-Systemaufrufs mit einem MSG_PEEK-Flag. Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann diese Schwachstelle
ausnutzen, um beliebigen Programmcode im Kontext des Kernels auszuführen und
dadurch das System zu kompromittieren.
CVE-2016-7910: Schwachstelle in Kernel-Dateisystem ermöglicht komplette
Systemübernahme
Die Funktion ‘disk_seqf_stop’ wird innerhalb von ‘pread’ auch dann
aufgerufen, wenn der vorangegangene Befehl ‘seq_start’ fehlschlägt, wodurch
es in einer speziell präparierten Anwendung zum Zugriff auf bereits
freigegebene Speicherbereiche kommen (Use-after-free) kann. Dadurch können
die Privilegien der lokal installierten Anwendung so eskaliert werden, dass
diese beliebigen Programmcode im Kontext des Kernels ausführen kann.
Im Kontext von Google Android betrifft die Schwachstelle unter anderem die
Geräte Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P, Nexus 9, Android One, Pixel C, Nexus
Player, Pixel und Pixel XL sowie Geräte mit dem Betriebssystem ‘BlackBerry
powered by Android’. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann
hier mit Hilfe einer speziell präparierten Anwendung das System komplett
kompromittieren.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0665/
Schwachstelle CVE-2016-7910 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-7910
Schwachstelle CVE-2016-10229 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-10229
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-3538:
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-3538.html
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2017-0061 (Oracle VM 3.2):
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2017-April/000677.html
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