Wer seiner Software die Versionsnummer 1.0 verpasst, geht in der Regel davon aus, dass diese produktionsreif ist. Seit Ende letzter Woche gilt das auch für das Ruby Webframework Hanami.
Gestartet wurde Hanami 2012 von dem, nach eigener Aussage, frustrierten Entwickler Luca Guidi. Sein Plan: Ruby on Rails neu denken, die besten Teile von Rails behalten, aber auch Extrakomponenten hinzufügen, um eine langfristige Betreuung und Testbarkeit zu gewährleisten.
Guidi blieb seiner Vision offenbar die letzten fünf Jahre lang treu und gewann neue Mitstreiter, die das offenbar ähnlich sahen. Rund 6200 Commits später, eingereicht von 295 Mitentwicklern wartet nun die fertige Version 1.0.0 von Hanami auf Abnehmer. Die Software ist seit 2014 Open Source und hat laut Guidi zusammen mit Rom, Dry-rb und Trailblazer einen Einfluss darauf, wie heute moderne Webanwendungen mit Ruby entstehen.
Die Features der neuen Version fallen hingegen relativ überschaubar aus. So gibt es eine Logger Rotation, erzeugt “hanami generate model” nun auch Migrations und loggt Hanami HTTP- und SQL-Anfragen sowie Migrations automatisch. Wer sich den Code des Projekts anschauen möchte, wird auf Github fündig.




