Es gibt nicht besonders viele freie Alternativen zu Google Analytics, Piwik gilt als die wohl ausgefeilteste. Die polnische Firma Piwik Pro baut ihr Geschäftsmodell auf Piwik auf und erhält nun in einer ersten Finanzierungsrunde zwei Millionen US-Dollar von Investoren.
Während laut der Ankündigung [PDF] die Warschauer Equity Group als Hauptinvestor auftritt, beteiligt sich auch der deutsche Investor Tim Schumacher an der Finanzierung von Piwik Pro. Er ist Vorstandsvorsitzender der Eyeo GmbH, dem Unternehmen hinter Adblock Plus. Piwik Pro wirbt vor allem damit, die Datenschutzanforderungen der EU zu erfüllen und damit für Unternehmen in Frage zu kommen, die ihre Daten unter Kontrolle behalten möchten.
Die umgerechnet 1,88 Millionen Euro wurden in Rahmen der ersten Investitionsrunde vereinbart, das Geld soll in die Marketing-Suite fließen, die Piwik Pro anbietet. Auch will das Unternehmen seine Marketing- und Sales-Bereiche ausbauen.
Mit dem eigentlichen Piwik-Projekt hat Piwik Pro aber nur am Rande zu tun. Laut einer FAQ auf der Piwik-Webseite hat die Firma die Markenrechte für Piwik Pro erworben und schaltet bezahlte Werbung auf den Piwik-Seiten. Das Geld fließe dann in die Entwicklung der Kernsoftware. Zugleich stellt Piwik klar, dass kein Angestellter von Piwik Pro Teil des Piwik-Teams ist oder hat Commit-Rechte für die Software besitzt. Gelegentlich beschäftige Piwik Pro aber Piwik-Entwickler, um kleinere Fehler zu beheben.



