Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Historie:
Version 2 (10.02.2017):
Das Internet Systems Consortium informiert in einer Aktualisierung des
referenzierten Sicherheitshinweises darüber, dass ISC BIND 9.8.8 ebenfalls
von der Schwachstelle betroffen ist. Für den Versionszweig 9.8.x werden
keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt (End-of-Life
September 2014).
Version 1 (09.02.2017):
Neues Advisory
Betroffene Software:
ISC BIND 9.8.8
ISC BIND >= 9.9.3
ISC BIND <= 9.9.9-P5
ISC BIND 9.9.10b1
ISC BIND >= 9.10.0
ISC BIND <= 9.10.4-P5
ISC BIND 9.10.5b1
ISC BIND >= 9.11.0
ISC BIND <= 9.11.0-P2
ISC BIND 9.11.1b1
ISC BIND Supported Preview Edition >= 9.9.3-S1
ISC BIND Supported Preview Edition <= 9.9.9-S7
Betroffene Plattformen:
GNU/Linux
Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann eine Schwachstelle in
ISC BIND Servern, welche per Konfiguration sowohl Response Policy Zones
(RPZ) als auch DNS64 (als Methode AAAA Records aus A Records zu
synthetisieren) unterstützen, dazu ausnutzen, einen Denial-of-Service
(DoS)-Angriff gegen den Prozess 'named' durchzuführen. Dadurch werden
Anfragen von Klienten nicht weiter bearbeitet.
Das Internet Systems Consortium (ISC) informiert über die Schwachstellen und
veröffentlicht die neuen Programmversionen BIND 9.9.9-P6, 9.10.4-P6,
9.11.0-P3 und 9.9.9-S8 (letztere nur für ISC Support Kunden), in denen die
Schwachstellen behoben sind.
Workaround:
Die Schwachstelle kann durch Deaktivierung von DNS64 oder RPZ umgangen
werden, bis das Sicherheitsupdate eingespielt werden kann.
Patch:
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01453 (CVE-2017-3135)
https://kb.isc.org/article/AA-01453/0
CVE-2017-3135: Schwachstelle in BIND ermöglicht Denial-of-Service-Angriff
Wenn die Konfiguration eines Servers die gleichzeitige Verwendung der
DNS-Erweiterung DNS64 (‘Extensions for Network Address Translation from IPv6
Clients to IPv4 Servers’, RFC 6147) zur IPv6/IPv4-Übersetzung, als auch RPZ
(Domain Name Service Response Policy Zones) unterstützt, kann die
Verarbeitung von Anfragen (Queries) zu einem inkonsistenten Status führen,
wodurch es entweder zu einem INSIST Zusicherungsfehler (Assertion Failure)
und nachfolgendem Abbruch oder zu dem Versuch, durch einen NULL-Zeiger zu
lesen (NULL Pointer Read) kommen kann, infolgedessen auf den meisten
Systemen eine Schutzverletzung (Segmentation Fault, SEGFAULT) ausgelöst
wird; in beiden genannten Fällen wird der Prozess infolgedessen hart
beendet.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0237/
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01453 (CVE-2017-3135):
https://kb.isc.org/article/AA-01453/0
Schwachstelle CVE-2017-3135 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-3135
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