Problembehaftete Vorstandswahl bei Opensuse

Opensuse tut sich derzeit schwer, die Wahl der Vorstände des Projekts durchzuführen. Das zur Wahl eingesetzte soziale Netzwerk der Opensuse-Community, Connect, macht technische Probleme.

Die Vorstandswahl sollte turnusgemäß am 21. Januar 2017 beginnen. Das war auch der Fall, allerdings dauerte die Stimmabgabe nur ein paar Stunden, bis Wahlleiter Martin Pluskal feststellte, dass mit dem dafür eingesetzten Connect-Netzwerk etwas nicht stimmt. Es gab nach späteren Recherchen Dubletten bei der Stimmabgabe und als weiteres Phänomen Löschungen von Stimmen. Pluskal stoppte den Wahlgang und seitdem ist Opensuse mit der Problemlösung beschäftigt.

Und das scheint kein ganz einfaches Unterfangen zu sein, zwar ist man derzeit der Auffassung, das Connect nun wieder funktionieren sollte, ganz sicher ist man sich aber nicht. Die Untersuchungen des Problems seien auch durch den Ausfall einer MySQL-Datenbank blockiert worden, schreibt Opensuse-Vorstand Richard Brown, ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis liege also nicht vor und die Zeit dränge, da die Statuten von Opensuse eingehalten werden müssen. Die Wahl hätte demzufolge am 1. Februar abgeschlossen sein sollen. Wegen der ungewöhnlichen Umstände sei dieser Termin aufgeschoben worden, der alte Vorstand bleibe im Amt, was aber nur begrenzte Zeit möglich sei.

Martin Pluskal sucht derzeit also händeringend nach Alternativen zu Connect, der Online-Service Surveymonkey ist im Gespräch. Zwischenzeitlich bittet man die Wahlberechtigten ihre Account über Connect.Opensuse.org zu aktualisieren, falls nötig, damit die aktuelle Connect-Mailliste für einen anderen Service genutzt werden könne.

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