Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
ISC BIND >= 9.4.0
ISC BIND <= 9.6-ESV-R11-W1
ISC BIND >= 9.8.5
ISC BIND <= 9.8.8
ISC BIND >= 9.9.3
ISC BIND <= 9.9.9-P4
ISC BIND >= 9.10.0
ISC BIND <= 9.10.4-P4
ISC BIND >= 9.11.0
ISC BIND <= 9.11.0-P1
ISC BIND Supported Preview Edition >= 9.9.8-S1
ISC BIND Supported Preview Edition <= 9.9.8-S3
ISC BIND Supported Preview Edition >= 9.9.9-S1
ISC BIND Supported Preview Edition <= 9.9.9-S6
Betroffene Plattformen:
SUSE Linux Enterprise Debuginfo 11 SP4
SUSE Linux Enterprise Software Development Kit 11 SP4
SUSE Linux Enterprise Software Development Kit 12 SP1
SUSE Linux Enterprise Software Development Kit 12 SP2
SUSE Manager 2.1
SUSE Manager Proxy 2.1
SUSE OpenStack Cloud 5
SUSE Linux Enterprise Desktop 12 SP1
SUSE Linux Enterprise Desktop 12 SP2
SUSE Linux Enterprise Server 11 SP2 LTSS
SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 LTSS
SUSE Linux Enterprise Server 11 SP4
SUSE Linux Enterprise Server 12 LTSS
SUSE Linux Enterprise Server for SAP 12
SUSE Linux Enterprise Server 12 SP1
SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2
SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2 for Raspberry Pi
Mehrere Schwachstellen in ISC BIND ermöglichen es einem entfernten, nicht
authentifizierten Angreifer mit Hilfe speziell präparierter Antworten an
betroffene Server auf diesen Zusicherungsfehler auszulösen, die den Server
selbst oder 'named' zum Anhalten bringen können. Dadurch werden Anfragen von
Klienten nicht weiter bearbeitet.
Das Internet Systems Consortium (ISC) informiert über die Schwachstellen und
veröffentlicht die Programmversionen 9.9.9-P5, 9.10.4-P5, 9.11.0-P2 und
9.9.9-S7 (letztere nur für ISC Support Kunden), in denen die Schwachstellen
behoben sind. Die Schwachstelle CVE-2016-9778 betrifft nur bestimmte
Versionen von ISC BIND auf Servern, die NXDOMAIN Antworten für eine Zone,
für die sie auch autoritative Dienste leisten, über die Funktionalität
'nxdomain-redirect' weiterleiten.
Für die SUSE Linux Enterprise Produkte Server, Desktop und Software
Development Kit in verschiedenen Versionen, für SUSE Linux Enterprise
Debuginfo 11 SP4, SUSE Linux Enterprise Server for Raspberry Pi SP 2 und
SUSE Linux Enterprise Server for SAP 12 sowie für die Produkte SUSE
OpenStack Cloud 5, SUSE Manager Proxy 2.1 und SUSE Manager 2.1 stehen
Sicherheitsupdates für 'bind' bereit, welche die Schwachstellen mit Ausnahme
von CVE-2016-9778 beheben.
Patch:
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01439 (CVE-2016-9131)
https://kb.isc.org/article/AA-01439/0
Patch:
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01440 (CVE-2016-9147)
https://kb.isc.org/article/AA-01440/0
Patch:
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01441 (CVE-2016-9444)
https://kb.isc.org/article/AA-01441/0
Patch:
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01442 (CVE-2016-9778)
https://kb.isc.org/article/AA-01442/0
Patch:
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0111-1
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002554.html
Patch:
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0112-1
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002555.html
Patch:
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0113-1
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002556.html
CVE-2016-9778: Schwachstelle in BIND ermöglicht Denial-of-Service-Angriff
Durch einen Fehler bei der Verarbeitung bestimmter Anfragen kann ein
Zusicherungsfehler (Assertion Failure) ausgelöst werden, wenn ein Server die
Funktionalität ‘nxdomain-redirect’ verwendet, um eine Zone abzudecken, für
die dieser auch autoritative Dienste liefert. Die Funktionalität
‘nxdomain-redirect’ ist eine von zwei Möglichkeiten für
NXDOMAIN-Weiterleitungen und nur in bestimmten Versionen von BIND
enthalten. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann mit Hilfe
einer speziell präparierten Antwort den betroffenen Server durch einen
REQUIRE-Zusicherungsfehler in ‘db.c’ anhalten. Rein rekursive Server sind
von der Schwachstelle nicht betroffen.
CVE-2016-9444: Schwachstelle in BIND ermöglicht Denial-of-Service-Angriff
Eine speziell präparierte Antwort, die einen Eintrag für den Delegation
Signer enthält (DS Resource Record), kann einen Zusicherungsfehler auslösen.
Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann dadurch einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen, in dessen Folge die Ausführung von
‘named’ beendet wird, so dass Anfragen von Klientensystemen nicht mehr
bearbeitet werden. Autoritative Server sind von der Schwachstelle nicht in
vollem Umfang betroffen.
CVE-2016-9147: Schwachstelle in BIND ermöglicht Denial-of-Service-Angriff
In Antworten von autoritativen Servern, in denen Domain Name System Security
Extensions (DNSSEC) aktiviert sind, an rekursive Server werden RRSIGs
(Signed RRsets) und weitere RRsets erwartet. Falls solche Antworten RRsets
im DNSSEC-Kontext enthalten, die inkosistent zu anderen RRsets in der
gleichen Anwort sind, wird ein Zusicherungsfehler (Assertion Failure)
ausgelöst. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann mit Hilfe
einer speziell präparierten Antwort einen Zusicherungsfehler auslösen, in
dessen Folge die Ausführung von ‘named’ beendet wird, so dass Anfragen von
Klientensystemen nicht mehr bearbeitet werden. Autoritative Server sind von
der Schwachstelle nicht in vollem Umfang betroffen.
CVE-2016-9131: Schwachstelle in BIND ermöglicht Denial-of-Service-Angriff
Eine speziell präparierte Antwort auf eine Anfrage beliebigen Typs (RTYPE
ANY) an einen rekursiven Server kann einen Zusicherungsfehler (Assertion
Failure) auslösen, wenn ‘named’ versucht, Ressourcen-Einträge (Ressource
Records, RR) in der Antwort auf die Anfrage dem Zwischenspeicher
hinzuzufügen. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff ausführen, indem er ein Szenario schafft, in dem
eine ‘ANY’-Anfrage für einen ‘Query Domain Name’ (QNAME) an einen rekursiven
Server gesendet wird. Dadurch wird der Zusicherungsfehler ausgelöst und in
der Folge die Ausführung von ‘named’ beendet, so dass Anfragen von
Klientensystemen nicht mehr bearbeitet werden. Autoritative Server sind von
der Schwachstelle nicht in vollem Umfang betroffen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0054/
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01439 (CVE-2016-9131):
https://kb.isc.org/article/AA-01439/0
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01440 (CVE-2016-9147):
https://kb.isc.org/article/AA-01440/0
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01441 (CVE-2016-9444):
https://kb.isc.org/article/AA-01441/0
ISC BIND Security Advisory ISC-BIND-AA-01442 (CVE-2016-9778):
https://kb.isc.org/article/AA-01442/0
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0111-1:
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002554.html
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0112-1:
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002555.html
SUSE Security Update SUSE-SU-2017:0113-1:
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-January/002556.html
Schwachstelle CVE-2016-9131 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9131
Schwachstelle CVE-2016-9147 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9147
Schwachstelle CVE-2016-9444 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9444
Schwachstelle CVE-2016-9778 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-9778
(c) DFN-CERT Services GmbH, all rights reserved!
Die Weiterverbreitung ist mit Hinweis auf den Copyrightinhaber innerhalb der
eigenen Einrichtung erlaubt. Eine darüber hinausgehende Verbreitung bedarf
des schriftlichen Einverständnisses des Rechteinhabers.