Shari Steele vom Tor-Projekt hat eine Stellungnahme zu den Ermittlungen rund um die Missbrauchsvorwürfe gegen den aus dem Projekt ausgeschiedenen Jacob Appelbaum veröffentlicht. Das Projekt will nun auch Maßnahmen ergreifen, die solche Handlungen unterbinden sollen.
Die Geschäftsführerin des Tor-Projekts, Shari Steele, war vor ihrem Wechsel im Jahr 2015 für die Leitung der Electronic Frontier Foundation zuständig. In ihrem Statement zu den Vorwürfen von sexuellem Missbrauch, Mobbing und weiteren Verstößen schreibt sie, dass die Arbeiten eines externen Ermittlers nun abgeschlossen seien. Die Ermittlerin habe eng mit ihr und den Rechtsanwälten des Projekts zusammengearbeitet.
In den Befragungen innerhalb des Projekts hätten sich die Vorwürfe der Belästigung und der sexuellen Übergriffe bestätigt. Aus Gründen der Privatsphäre und des Datenschutzes könne sie nicht in die Details gehen. Neben den von der Ermittlerin bestätigten Vorwürfe gegen Appelbaum seien zwei weitere Personen mit ähnlichen Delikten aufgefallen. Auch diese beiden Personen gehören dem Projekt inzwischen nicht mehr an, so Steele in ihrer Stellungnahme.
Das Projekt habe als Gegenmaßnahme nun eine Anti-Diskriminierungs-Policy beschlossen. Außerdem gäbe es eine Stelle, an die sich Opfer von Mobbing oder verbalen Entgleisungen wenden können. Die Vorwürfe sollen dann gemäß der Policy geprüft werden. Außerdem habe man einen Community-Beirat für solche Angelegenheiten eingerichtet. Stelle erinnert auch daran, dass das Projekt mit einer neuen Vorstandriege bereits erste Schritte unternommen habe, um in professionelle Bahnen zurückzufinden.



