Google gewinnt Wiederaufnahme gegen Oracle

Google hat in San Francisco ein Wiederaufnahmeverfahren wegen seiner Nutzung von Java in Android gegen Oracle gewonnen.

Eine zehnköpfige Jury kam nach dreitägiger Beratung zu dem Schluss, das Googles Verwendung von Java unter “Fair Use” falle und wies die Schadenersatzforderung von Oracle über neun Milliarden Dollar ab. Googles Rechtsabteilung verzeichnet damit einen großen Sieg – zumal in einem vorangegangenen Prozess kein einstimmiges Juryurteil zugunsten von Google erreicht werden konnte. Allerdings hat Oracle bereits angekündigt, Berufung einlegen zu wollen.

Google hatte im Prozess darauf verwiesen, dass es die Intention des Java-Erfinders Sun gewesen sei, die Sprache allen zugänglich zu machen, weswegen sie unter eine Open-Source-Lizenz gestellt worden sei. Zum Beweis legte Google einen Blog Post des ehemaligen Sun Microsystems CEO Jonathan Schwartz vor, in dem dieser Google zu einem Android-Release gratuliert. Das zeige, dass er kein Problem im EInsatz von Java gesehen habe.

Oracles Anwalt vertrat dazu eine Gegenposition. Nachdem Lizenzierungsverhandlungen zwischen Google und Oracle gescheitert seien, habe Google befürchten müssen, sein mobiles Betriebssystem nicht schnell genug auf den Markt zu bekommen und sich deshalb entschlossen, Java auch ohne Lizenz zu integrieren. Den Blogpost von Schwartz wies er als Versuch zurück, Android als Gewinner erscheinen zu lassen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben