Chefs irren bei der Sicherheit

In einer aktuellen IT-Security-Studie befragte IBM über 700 Führungskräfte aus 28 Ländern in 18 Branchen mit einem “C” im Titel wie CEO (Chief Executive Officer) oder der CFO (Chief Financial Officer), die so genannte C-Suite. Zwei Drittel glaubten, ihr Unternehmensei gut gerüstet gegen Sicherheitsrisiken. Nachweisen konnten das aber weniger als ein Fünftel.

Auch in einzelnen Aspekten unterliefen den Chefs grobe Fehleinschätzungen. So glauben etwa 70 Prozent der  befragten Top-Führungskräfte, dass wie einsame Wölfe agierende Hacker die größte Bedrohung für ihre Organisation darstellen. Dabei ist bekannt, dass 80 Prozent der Cyberattacken von ausgezeichnet organisierten Banden ausgehen. Selbst die obersten Chefs tappen oft im Dunkeln: So glauben über die Hälfte (55%) der befragten CEOs und sogar drei Viertel (76%) der CIOs (Chief Information Officer), ihre Organisation sei beim Thema Cybersicherheit sehr gut aufgestellt. Insgesamt meinen das rund zwei Drittel aller Top-Führungskräfte. Dabei stellte IBM fest, dass diese Behauptung bei gezieltem Nachfragen nur bei 17 Prozent der Unternehmen haltbar ist.

Auch beim Thema Kollaboration klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. So ist zwar über die Hälfte (55%) aller befragten CEOs davon überzeugt, eine stärkere Zusammenarbeit der Wirtschaft sei dringend notwendig, um Cyberkriminalität effektiv zu bekämpfen. Doch sind nur ein Drittel (32%) der Geschäftsführer auch bereit, relevante Informationen mit anderen außerhalb ihrer Organisation zu teilen. Ganz anders die Bad Guys: Bei Cyberkriminellen ist Sharing in Echtzeit an der Tagesordnung – etwa über Kanäle im Dark Web, einem nicht über Suchmaschinen auffindbaren Teil des Internets.

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